15-Jährige in Berlin vermisst

Warum stand Rebecca am Morgen ihres Verschwindens so früh auf?

25. Februar 2019 - 15:51 Uhr

Rebecca übernachtete bei ihrer Schwester, bevor sie verschwand

Noch immer sucht die Berliner Polizei nach der 15-jährigen Schülerin Rebecca Reusch. Das Mädchen übernachtete vom 17. auf den 18. Februar bei ihrer Schwester in Berlin-Britz. Um 9:50 Uhr hätte sie zum Unterricht erscheinen sollen, doch dort kam sie nie an. Seitdem fehlt von Rebecca jede Spur. Ihre Eltern fragen sich jetzt vor allem, warum das Mädchen an dem Morgen so früh aufgestanden ist. Wie es den beiden im Moment geht und worauf sie hoffen, erzählen sie beim Exklusiv-Interview im Video.

Rebecca muss das Haus am frühen Morgen verlassen haben

Rebecca verbrachte das Wochenende bei ihrer älteren Schwester. Das machen die beiden häufiger, erzählt die Mutter Brigitte Reusch exklusiv im RTL-Interview. Gegen sieben verließ die älteste Tochter ihre Wohnung, um ihr Kind in die Kita zu bringen. Weil sie wusste, dass Rebecca erst später Schule hatte, sah sie nicht nach dem Mädchen. Sie wollte die 15-Jährige nicht wecken.

Als der Schwiegersohn gegen 8:30 Uhr in der gemeinsamen Wohnung nachsehen wollte, ob Rebecca inzwischen aufgestanden war, war sie nicht mehr da. Die Familie las den Router aus. So gegen sieben "plus minus eine Stunde" sei der Kontakt zu dem Handy ihrer Tochter abgebrochen, berichtet die Mutter.

Hat sich Rebecca vor der Schule noch mit jemandem getroffen?

Die Eltern hoffen jetzt, dass die Ermittler auf Hinweise stoßen, wenn sie die Whatsapp-Nachrichten ihrer Tochter auslesen. Denn wenn Rebecca das Haus irgendwann zwischen sieben und acht verließ, wäre sie viel zu früh unterwegs gewesen. "Sie schläft lieber länger, als dass sie auch nur eine Minute zu früh zur Schule geht", sagt Rebeccas Vater Bernd Reusch. Die Eltern vermuten, dass sich das Mädchen vor der Schule noch mit jemandem getroffen haben könnte. Dass das Mädchen weggelaufen sein könnte, halten die Eltern für ausgeschlossen.

"Also wir hoffen, dass sie irgendwo festgehalten wird und darum möchte ich auch bitten, dass alle in ihre Lauben, Keller oder Räume, die selten benutzt werden, reinschauen, ob da jemand festgehalten wird", sagte Rebeccas Mutter.

Die Polizei kann nicht mehr ausschließen, dass die Schülerin einer Straftat zum Opfer gefallen ist.
Die Polizei kann nicht mehr ausschließen, dass die Schülerin einer Straftat zum Opfer gefallen ist.
© Privat

Polizei bittet um Hinweise

Auch die Polizei bittet um Zeugenhinweise.Weil ein Verbrechen nicht mehr ausgeschlossen werden kann, hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Wer Rebecca am 18. Februar zwischen Maurerweg und Fritz-Erler Allee gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Auch wer danach noch Kontakt zu ihr hatte, soll sich schnellstmöglich an die Polizei wenden. Hinweise nimmt die Mordkommission unter 030-4664-911333 oder lka113-hinweis@polizei.berlin.de, sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

An dem Morgen, als sie verschwand, trug Rebecca eine rosafarbene Plüschjacke, einen weißen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Rap Monster", blaue Jeans mit aufgerissenen Knien, schwarz-weiße Sportschuhe, einen roten Rucksack und eine beige-rosafarbene Handtasche. Rebecca ist 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank und hat braune, schulterlange Haare.