Vater Bernd Reusch erklärt, wie die Familie bearbeitete Fotos ausgewählt hat

Vermisste Rebecca: Darum fahndet die Polizei mit Beauty-Selfies

22. März 2019 - 12:11 Uhr

Seine Antwort im Video: „Wir haben kaum Fotos“

Seit dem 18. Februar wird Rebecca Reusch aus Berlin vermisst. Die Fotos der 15-Jährigen, mit denen die Polizei nach ihr fahndet, sind allgegenwärtig – auf Flugblättern, in Zeitungen, im Fernsehen und im Internet. Dabei fällt sofort ins Auge: Rebecca ist auf den Fotos topgestylet. Eines der Beauty-Selfies ist ganz offensichtlich mit einem Instagram-Filter stark bearbeitet. Warum fahndet die Polizei mit diesen Bildern? Im Video nimmt Rebeccas Vater dazu Stellung.

Polizei bestätigt Aussagen von Bernd Reusch

Diese Frage mussten sich die Berliner Beamten gefallen lassen. "Wir müssen uns danach richten, Bilder zu nehmen, von denen die Angehörigen sagen, dass sie dem Gesuchten sehr ähnlich sehen", sagte ein Polizeisprecher dazu. Die Fotos seien gemeinsam mit der Familie ausgewählt worden, wie die Polizei RTL bestätigte.

Vermisste Rebecca aus Berlin: Fotos, mit denen nach dem Mädchen (15) gesucht wird
Auf einem Flugblatt sind diese beiden Bilder der vermissten Rebecca abgebildet.
© Facebook

Unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" und die "Welt" hatten kritisiert, dass die Fahndungsbilder offensichtlich bearbeitet waren. In den sozialen Netzwerken wurde diskutiert, ob die von der Polizei herausgegebenen Instagram-Fotos für die Suche nach Rebecca sinnvoll seien.

"Wir haben kaum Fotos", sagt Rebeccas Vater Bernd Reusch im RTL-Interview. Im Video oben erklärt er, warum das so ist. Von Rebecca gebe es "im natürlichen Zustand ganz wenige Fotos".

Fotos von Florian R. und seinem Auto: Polizei bittet um Hinweise

Schwager
Rebeccas Schwager Florian R.

Zwei Tage nach der Verhaftung des im Fall Rebecca dringend tatverdächtigen Schwagers gab die Polizei am Mittwoch Fahndungsfotos von Florian R. und einem himbeeroten Renault Twingo heraus, in dem Rebeccas Schwager am Tag ihres Verschwindens unterwegs war. Florian R. schweigt bisher in der Untersuchungshaft. Die Polizei geht davon aus, dass Florian R. Rebecca in dem gemeinsamen Haus, in dem er mit ihrer Schwester lebt, getötet hat, als er mit der 15-Jährigen dort am Morgen des 18. Februars alleine war.

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Der Renault Twingo, in dem Florian R. am Tag des Verschwindens von Rebecca unterwegs war.

In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY hatte ein Sprecher der Polizei erläutert, dass die Ermittler davon ausgehen, dass Rebecca das Haus ihrer Schwester an diesem Morgen nicht freiwillig verlassen hat. Nach RTL-Informationen gab es durch die Sendung 150 neue Hinweise, denen aktuell nachgegangen wird.