Tierarzt kümmert sich um die kleine Fahsai

Verletztes Elefantenbaby wird in Pflegestation wieder aufgepäppelt

02. Dezember 2021 - 14:23 Uhr

Elefantenbaby Fahsai wurde von Wilderern schwer verletzt

Es sind Bilder, die beim Ansehen doch nur Mitgefühl hervorrufen können: Ein kleines Elefantenbaby humpelt umher, sein linkes Vorderbein muss fast das ganze Gewicht tragen, das andere ist giftgrün bandagiert. Die kleine Fahsai wurde Opfer von Wilderern. Doch in einer Pflegestation in Thailand bekommt sie nun Hilfe.

Elefantenbaby hatte Schusswunden in der Schulter

Fahsai wurde am Sonntag von Einheimischen gefunden. Ihr rechtes Bein steckte in einer Falle, zudem hatte sie mehrere Schusswunden in ihrer Schulter. Die Finder benachrichtigten sofort die örtlichen Behörden, doch wie lange das Elefantenbaby da bereits Qualen leiden musste, ist unklar.

Nun kümmert sich Padet Siridumrong um die kleine Fahsai. Der Tierarzt entfernte bereits große Teile einer Kugel aus ihrer Schulter, Fahsai muss jedoch weiter behandelt werden, ehe sie stark genug für eine Operation ist, bei der dann alle weiteren Splitter aus ihrer Schulter entfernt werden können.

Wie das Elefantenbaby aktuell laufen kann und wie Padet sich um sie kümmert, sehen Sie oben im Video.

Südostasien: Wilderer jagen Elefanten

In der Pflegestation soll der kleine Elefant nun wieder zu Kräften finden. "Sie ist erst drei Monate alt. Normalerweise trinken sie Muttermilch bis sie zwei oder drei Jahre alt sind", erklärt Padet. Fahsai soll nun Milch anderer Elefanten in der Station und bald auch eine Pflegemutter bekommen.

In Südostasien werden immer wieder verwundete Elefanten in Fallen von Wilderern gefunden. Erst kürzlich starb ein Elefantenjunges, nachdem sich sein verletzter Rüssel böse infiziert hatte.

"Mir tut sie so leid. Ich flehe die Leute an, solche Fallen nicht zu benutzen", sagt Padet. "Es ist eine qualvolle Art zu sterben. Sie leiden Wochen und Monate und erleiden einen langsamen Tod."

Nun kann man nur hoffen, dass Fahsai dank Padets Pflege wieder zu vollen Kräften kommt! (reuters/jda)