Gute Stimmung in Washington

Die Bidens sorgen für frischen Wind in der Machtzentrale

Der neue US-Präsident Joe Biden bringt mit seiner Familie frischen Wind ins Weiße Haus.
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27. Januar 2021 - 11:52 Uhr

Mit Joe Bidens Einzug ändert sich im Weißen Haus einiges

Das Weiße Haus trage "wieder Leben in sich": Mit dem Einzug der Bidens soll sich auch die allgemeine Stimmung in Washingtons Machtzentrale verändert haben. Doch muss noch ein wichtiger Posten neu besetzt werden.

Ex-Präsident Donald Trump war ganz anders als sein Nachfolger

Nach allem was man weiß, ist Donald Trump ein ungewöhnlicher Hausherr gewesen. Viele bizarre Episoden sind aus seiner Zeit in der Pennsylvania Avenue 1600 überliefert: Von einem Präsidenten, der einsam und im Bademantel durch seine Privatgemächer geschlurft sein soll, der einen Cola-Light-Bestellknopf installieren ließ oder mit doppelten Essenportionen vor seinen Gästen protzte.

Nun heißt der neue Hauptmieter im Weißen Haus Joe Biden, vor wenigen Tagen war die offizielle Schlüsselübergabe. Und mit ihm und seiner Familie soll auch neues Leben eingezogen sein.

Die Kids im Kino, die Hunde vor dem Kamin oder im Garten: Die neue First Family sorgt offenbar für einen mentalen Tapetenwechsel im Weißen Haus – und nicht nur für neue Deko im Oval Office. Das berichtet der US-Sender CNN und beruft sich dabei auf eine nicht namentlich genannte Quelle im Weißen Haus. "Der Wohnbereich hat wieder Leben in sich", wird die Quelle zitiert, es sei wie in den "Flitterwochen", wenn sich alles neu anfühle.

Joe Bidens Familie bringt frischen Wind ins Weiße Haus

Mit dem Einzug der Familie von Joe Biden werden auch die beiden Schäferhunde "Champ" und "Major" die neuen Bewohner des Weißen Hauses.
Mit dem Einzug der Familie von Joe Biden werden auch die beiden Schäferhunde "Champ" und "Major" die neuen Bewohner des Weißen Hauses.
© Dr. Jill Biden/ Twitter

So sollen sich besonders Bidens Enkelkinder auf den Sesseln des Kinos "stapeln" und an Filmabenden mit Snacks von den Köchen des Hauses versorgen lassen. Nach vier tierlosen Jahren im Weißen Haus haben dort auch wieder zwei Hunde ein Zuhause gefunden: "Champ" und "Major" seien am Sonntag eingezogen, teilte der Sprecher von First Lady Jill Biden offiziell mit, als wolle man den Umstand unterstreichen. "Champ genießt sein neues Hundebett am Kamin und Major liebt es, auf der südlichen Rasenfläche herumzulaufen." Keine weiteren Fragen.

Außer: Bleibt es bei den Deutschen Schäferhunden? Längst wird in US-Medien spekuliert, ob auch bald eine Katze über die Flure des Weißen Hauses tosen wird. Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, ging in einem Video bei der Beantwortung von Bürgerfragen auch auf dieses Thema ein, als sie via Twitter um "Updates zur Ersten Katze" gebeten wurde – sie hatte allerdings nichts Neues zu berichten.

So strikt sind die Corona-Regeln im Weißen Haus

Doch bei aller gelebter Gelassenheit bringen die vielen Bewohner, Besucher und Mitarbeiter auch strenge Sicherheitsvorkehrungen gegen das Coronavirus mit sich – von Maskenpflicht bis Mindestabstand. "Jeder Mitarbeiter ist maskiert, besonders in der Nähe der Familie", zitiert CNN einen Mitarbeiter des Weißen Hauses. Die Bidens selbst würden ihren Mund-Nasen-Schutz erst abnehmen, wenn sie die Privatgemächer im zweiten Stock erreichten. "Die Familie schlägt sich gut", heißt es aber. Zudem würden immer mehr Mitarbeiter im Weißen Haus geimpft werden.

Das Personal arbeite aber "wie gewohnt" weiter, heißt es. Wenngleich ein wichtiger Posten wieder zu vergeben ist: Mit Trumps Amtsausscheiden musste auch Chefbutler Timothy Harleth das Weiße Haus verlassen. Ein durchaus unüblicher Schritt: In der Regel werden Jobs in der Residenz langfristig besetzt, frei von der politischen Linie der First Family. Harleth wurde allerdings 2017 von der früheren Fist Lady Melania Trump eingestellt, zuvor hat er in einem Trump-Hotel gearbeitet. Wie CNN berichtet, wollte er auch unter den Bidens weiterarbeiten. Nur, zitiert der Sender einen früheren Mitarbeiter des Weißen Hauses: "Er war nicht besonders beliebt."

Quelle: CNN

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.