Unschuldig wegen Kindsmord verurteilt: Acht Jahre später darf Hannah zurück zu ihrer Familie

21. Dezember 2016 - 18:39 Uhr

Abgekartetes Spiel

Acht Jahre lang durfte Hannah Overton aus den USA ihre Familie nur durch eine Scheibe sehen. Nur über ein Telefon mit ihr sprechen. Denn die vierfache Mutter saß im Gefängnis, da sie angeblich ihren Adoptivsohn vergiftet haben sollte. Doch dank der Liebe und dem Vertrauen ihres Mannes Larry Overton kann Hannah heute wieder bei ihrer Familie sein.

​Jahr für Jahr kämpfte ihr Ehemann dafür, dass das Verfahren seiner Frau wieder aufgerollt wird. Keinerlei Beweise hatten je gerechtfertigt, dass seine Ehefrau den kleinen Andrew umgebracht habe. Er starb an einer Salzvergiftung, die er sich selbst zugefügt haben muss. Nach seiner traumatischen Kindheit neigte der Junge dazu, Dinge zu essen, die dafür eigentlich nicht geeignet waren. Trotzdem warf man der Mutter vor, ihrem Kind nicht geholfen zu haben.

Die Polizei nahm Hannah nach dem Vorfall sofort fest und verurteilte sie zu lebenslanger Haft - ohne dass sich jemals ein Arzt oder Gutachter den Fall angeschaut hatte. Für die Familie ein absoluter Schock. "Ich musste mich sofort von meiner Frau verabschieden und ihren Ehering mitnehmen. Das ist die Frau, mit der ich alt werden wolle. Und jetzt wird sie zu lebenslanger Haft verurteilt, ohne Bewährung", erzählte ihr Mann nach der Verurteilung in einem Interview.

Ihrem Mann verdankt Hannah die Freiheit

"Wenn das Kind sich mit Salz vergiftet hat, dauert es mindestens eine Stunde bis es die typischen Symptome zeigt. Bis jemand überhaupt erkennen kann: Das Kind ist wirklich krank und muss ins Krankenhaus", so Dr. Michael Moritz, Direktor einer Kinderklinik, den der Ehemann zusammen mit einem Team aus Anwälten engagierte, um die vierfache Mutter aus dem Gefängnis zu holen. Mit Erfolg!

Die ganze Geschichte, wie Hannah ihre Kinder zum ersten Mal wieder in die Arme schließen durfte und wie es ihnen heute geht, sehen Sie im Video!