Hat er den Zug nicht bemerkt?

Tödliche Abkürzung: Mann will über Gleise laufen und stirbt

Der Rangierbahnhof Maschen liegt fast direkt hinter der Unfallstelle.
Der Rangierbahnhof Maschen liegt fast direkt hinter der Unfallstelle.
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Erst am vergangenen Dienstag (17.01.) stirbt eine 18-Jährige in Hamburg, nachdem sie auf Bahnschienen unterwegs war, ihre Zwillingsschwester kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Nur wenige Tage später stirbt ein 29 Jahre alter Mann im Landkreis Harburg, weil er offenbar verbotenerweise die Schienen überqueren wollte und von einem Güterzug erfasst wird.

Unfall auf den Bahngleisen

Das Unglück passiert am Sonntagabend gegen kurz vor halb neun Uhr abends. Der Lokführer des Güterzugs meldet einen möglichen Unfall mit einem Menschen, sofort machen sich Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei auf den Weg. Die Unfallstelle liegt nördlich des Bahnhofs Meckelfeld an der niedersächsischen Grenze zu Hamburg.

Zwillingsschwestern von Regionalzug erfasst 18-Jährige tot
01:02 min
18-Jährige tot
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Sechs Gleise nebeneinander

Nach kurzer Suche finden die Einsatzkräfte dann die Leiche eines 29 Jahre alten Mannes. Wie Polizeisprecher Jan Krüger im Gespräch mit RTL erklärt, geht die Polizei derzeit davon aus, dass der Mann eine offenbar bekannte Abkürzung nehmen und sich einen längeren „Umweg“ über die offiziellen Straßenführungen ersparen wollte. Auch würden weitere Faktoren, wie das Verletzungsbild, darauf hindeuten, dass es sich nicht um eine geplante Aktion gehandelt habe.

Im Bereich rund um den Bahnhof Meckelfeld laufen bis zu sechs Gleise nebeneinander. Im sehr nahe gelegenen Maschen befindet sich zudem der größte Rangierbahnhof Europas. (dka)