Texas-Massaker: Amokschütze Dimitrios P. gesteht Tat – jetzt droht ihm die Todesstrafe

20. Mai 2018 - 9:07 Uhr

Mutmaßlicher Zehnfach-Killer wegen Mordes angeklagt

Es ist einfach erschreckend: Ein 17-Jähriger hat an einer High School im texanischen Santa Fe zehn Menschen erschossen. Es ist die 16. tödliche Schießerei an einer Schule seit Jahresbeginn! Dimitrios P. ist inzwischen wegen Mordes angeklagt worden. Ihm droht damit die Todesstrafe. Nur wenige Stunden nach dem Massaker wurde er vor Gericht geführt. Der junge Mann gestand die Tat und legte eine eidesstattliche Erklärung ab. Seine Opfer wählte er nach eigenen Angaben nicht zufällig aus.

Der Teenager war schon seit Wochen auffällig

Schon wieder ein blutiger Amoklauf, schon wieder in den USA: In diesem Jahr sind laut 'Washington Post' mehr Schüler durch Schusswaffen getötet worden als Soldaten im Einsatz. Verantwortlich für das Blutbad in Texas ist ein 17-jähriger ehemaliger Schüler der High School. Er schoss mit einer Schrotflinte und einem Revolver auf seine Opfer. Beide Waffen stammen von seinem Vater, der sie legal besessen hat.

Hätte die Tat verhindert werden können? Der mutmaßliche Killer Dimitrios P. prahlte wohl im Internet seit Wochen mit seinen Waffen und einem schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift 'Born to kill' (deutsch: geboren, um zu töten). "Das war vielleicht das einzige Warnsignal überhaupt", sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott. Er baute zudem mehrere Sprengsätze, an denen er laut Experten Monate gearbeitet haben muss. Diese entpuppten sich nach näherer Untersuchung jedoch als harmlos.

Schütze hat Bluttat gestanden

Dieser 17-Jährige tötete zehn Menschen.
Der Täter Dimitrios P. nach seiner Festnahme
© RTL

Seine Tat hat der Schütze mittlerweile gestanden. US-Medien zufolge sprach er mit Ermittlern auch über die Auswahl seiner Opfer. Demnach schoss er nach eigener Angabe nicht auf Schüler, die er gemocht habe und verschonte bei seinem mörderischen Zug durch die Schule bewusst einige Schüler, damit seine Geschichte an die Öffentlichkeit gelangen könne.

Die Polizei erklärte, vor der Festnahme des Täters sei es für 15 Minuten zu einem Feuergefecht gekommen. Erst dann habe der 17-Jährige aufgegeben. Zunächst sei sein Plan gewesen, sich das Leben zu nehmen. Schüler berichteten, wie der Schütze in ihr Klassenzimmer trat und schoss - auch aus nächster Nähe auf Schüler, die am Boden lagen. Als er einen Raum betrat, habe er gesagt: "Überraschung". Dann begann er zu feuern.

Dimitrios P. wurde des Mordes angeklagt. Damit droht ihm die Todesstrafe. Er hat keinerlei kriminelle Vergangenheit. Lehrer beschrieben ihn als überdurchschnittlich guten Schüler.

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Mal wieder fordern viele Amerikaner schärfere Waffengesetze, doch es wird sich auch diesmal nichts ändern, denn die Waffenlobby ist einfach viel zu stark: Schon nach dem Schulmassaker in Florida mit 17 Toten im Februar hatte Trump versprochen, sich für schärfere Waffengesetze stark zu machen. Wenige Wochen später sicherte der Präsident jedoch der mächtigen Waffenlobby NRA erneut seine Unterstützung zu.

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