Sie wurde 1971 entführt

Seit 51 Jahren vermisst - jetzt ist Melissa Highsmith zurück bei ihrer Familie

Jetzt ist Melissa Highsmith zurück bei ihrer Familie Seit 51 Jahren vermisst
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Seit 51 Jahren vermisst
Jetzt ist Melissa Highsmith zurück bei ihrer Familie

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Es grenzt an ein Wunder, vielleicht schon ein verfrühtes Weihnachtswunder: Melissa Highsmith (53) aus Fort Worth in Texas verschwand vor über 50 Jahren. Anfang der 70er-Jahre ist sie entführt worden, wie mehrere US-Medien berichten. Nun passierte das Unglaubliche: Melissa tauchte wieder auf und ist zurück bei ihrer Familie! Die Bilder des ersten emotionalen Treffens sehen Sie im Video.

Melissa Highsmith von Babysitter entführt

Mit gerade mal 22 Monaten wird die kleine Melissa Highsmith aus ihrem Zuhause in Fort Worth entführt – von ihrer Babysitterin! In den nächsten 51 Jahren suchen ihre Familie und die Polizei nach ihr und gehen zahlreichen Hinweisen nach, doch ohne Erfolg. Jahrelang gibt es keine Spur von ihr, berichten ihre Eltern dem TV-Sender CBS.

Melissas Familie gibt die Suche aber nicht auf. Im September 2022 dann endlich ein Hoffnungsschimmer: Ein Hinweis vom „National Center for Missing and Exploited Children“ führt die Familie nach Charleston in South Carolina. Dort soll Melissa gesehen worden sein. Doch es stellt sich heraus: Der Hinweis läuft ins Leere.

DNA-Test führt Familie wieder zusammen

Foto: CNN
Endlich vereint: Melissa Highsmith und ihr Vater sehen sich nach Jahrzehnten wieder.
CNN

Schließlich will die Familie alle Möglichkeiten ausschöpfen. Sie überzeugt laut US-Medien Melissas Vater, einen DNA-Test zu machen und seine Daten an „23andMe“ zu geben, ein US-Unternehmen, das auf Grundlage von DNA-Daten getrennte Familien zusammenbringt. Als das Testergebnis kommt, ist die Überraschung groß: Die DNA von Melissas Vater, Jeffrie Highsmith,stimmtmit der von Melissas Kindern so überein, dass eine Verwandtschaft vorliegen könnte. Die DNA von Melissas Kindern war ebenfalls in der Datenbank hinterlegt.

Als auch Melissa einen DNA-Test macht, kommt Unglaubliches ans Licht: Sie ist es, die schon seit Jahrzehnten gesucht wird! Sie lebte unter einem anderen Namen und hatte keine Ahnung, dass sie seit Jahrzehnten von ihren leiblichen Eltern gesucht wurde.

Bei ihrem ersten gemeinsamen Treffen nach dieser langen Zeit fließen Freudentränen. Melissas Mutter kann es nicht glauben: „Ich dachte, ich würde sie nie wieder sehen.“ Und auch ihr Vater erinnert sich an den Moment, als er hörte, dass seine Tochter gefunden wurde: „Sie sagten ‘Dad, sie lebt’ und ich fing an zu weinen. Nach 51 Jahren ist das so emotional.“

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Mutter war allein nach Melissas Geburt und brauchte Hilfe

Melissas Mutter war damals alleinerziehend, musste außerdem arbeiten gehen. Als das Kind ein Jahr alt ist, sucht die Mutter per Zeitungsanzeige nach einem Babysitter. Sie gibt den Job an eine Frau, die sie aber nie persönlich trifft. Stattdessen sollen ihre Mitbewohner die Absprachen mit der Babysitterin geführt und die einjährige Melissa an die Frau übergeben haben. Die habe das Kind daraufhin entführt und nie wieder zurückgebracht. Schuldgefühle hätten die Mutter geplagt. Zudem sei ihr vorgeworfen worden, ihre vermisste Tochter getötet zu haben.

Melissa wuchs derweil ohne ihre leibliche Mutter auf. Bei wem genau und was aus der Frau wurde, die sie entführte, ist bisher nicht öffentlich bekannt. (kho)

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