Entwicklung von Tastsinn und räumlicher Wahrnehmung

Tastsinn fördern: So wichtig ist Tasten für das Baby

Der Tastsinn entwickelt sich beim Baby schon ganz früh im Mutterleib und ist später grundlegend für das greifen Lernen.
Der Tastsinn entwickelt sich beim Baby schon ganz früh im Mutterleib und ist später grundlegend für das greifen Lernen.
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16. September 2020 - 12:39 Uhr

Tasten beim Baby fördern

Der Tastsinn ist für Babys gerade in den ersten Lebenswochen der wichtigste Sinn überhaupt. Denn Berührungen und Tasten stärkt die Verbindung zwischen Eltern und Kind und die gesamte Umwelt wird über den Tastsinn erforscht. Dabei entwickelt sich der Tastsinn nicht erst nach der Geburt, sondern schon ganz früh im Mutterleib. Während der gesamten Entwicklung des Kindes ist der Tastsinn ab der siebten Lebenswoche dabei, sich zu verbessern. Das Baby beginnt sehr früh, seinen eigenen Körper und seine Umgebung wahrzunehmen.

Tasten: Wenn das Baby beginnt, seine Umgebung kennenzulernen

Ab der 11. Schwangerschaftswoche bewegt sich das Baby und lernt seine unmittelbare Umgebung kennen. Es fasst sich an den Kopf, kann seine Füße erreichen und spielt mit der Nabelschnur. Ab der Geburt verfeinert sich der Tastsinn enorm.

Babys werden schon mit einer sehr empfindlichen Haut geboren, über die sie anfangs nahezu alles aufnehmen können. Dabei sind Gesicht, Bauch und Fußsohlen besonders empfindlich. Eltern können so mit ihrem Kind Kontakt aufnehmen und das Baby ist sogar in der Lage, darauf zu antworten. Durch den Greifreflex lernt das Baby sehr schnell die Eltern und die wichtigsten Dinge in der Umgebung kennen.

Tasten beim Baby im Zeitraffer

Der Greifreflex funktioniert ab dem ersten Lebensmonat und zwar immer dann, wenn die Hände geöffnet sind. Im zweiten und dritten Monat genießt das Baby die Berührungen schon richtig und mag es, wenn es gekitzelt und gestreichelt wird. Besonders gerne werden jetzt Gegenstände durch Kauen analysiert.

Der sensible Mundbereich dient dazu, Objekte nach ihrer Beschaffenheit zu unterscheiden. Die vorher eher zufälligen Berührungen und Griffe können vom Baby ab dem dritten Monat zunehmend gesteuert werden. Auch die Wahrnehmung wird ausgeprägter. In diesem Alter sollte man Babys sehr viele unterschiedliche Materialien und Formen zum Kennenlernen anbieten.

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Spielzeug und Co.: Tasten ist der erste Schritt zum Greifen lernen

Gegenstände kann Ihr Kind ungefähr ab dem vierten Monat selbstständig in die Hände nehmen. Davor freuen sich Babys aber, wenn man ihnen Dinge zum Erkunden zeigt und zum Erkunden gibt. Ab dem fünften Monat lernt das Kind dann, mit beiden Händen zu greifen und die Gegenstände auch richtig festzuhalten. Weiterhin wird gerne alles mit dem Mund genau untersucht. Ab einem halben Jahr verbessert sich der Tastsinn nochmals. Das Greifen und Halten funktioniert mittlerweile sehr gut und das Baby kann sogar Dinge von einer Hand in die andere nehmen. Ab diesem Zeitpunkt genießen Babys vor allem Spielzeug, welches auf Berührungen reagiert.