Babyhaut: Besonders zart, besonders schutzbedürftig

So pflegen Sie die Haut Ihres Babys richtig

Die zarte Babyhaut ist empfindlich und bedarf einer besonderen Pflege. Alle Besonderheiten der weichen Babyhaut und Tipps und Tricks zu richtigen Pflege finden Sie bei uns.
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15. September 2020 - 11:32 Uhr

Babys Haut: Besonders zart, besonders schutzbedürftig

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie dient als Wärmeregulator, Wasser- und Fettspeicher und als zuverlässiger Schutz vor Krankheitserregern und Schadstoffen. Babyhaut unterscheidet sich anatomisch nicht von der Haut eines Erwachsenen. Der Aufbau der einzelnen Hautschichten ist jedoch noch nicht lückenlos abgeschlossen, die Haut ist zart, weich und schutzbedürftig. Nach der Geburt stellen sich oft Hautveränderungen ein.

Babys Haut befindet sich in einer Entwicklungsphase und passt sich den neuen Umständen an. RTL.de informiert über die Schutzfunktion der Babyhaut, gibt Tipps, wie die Haut des Babys gesund bleibt und sich bestmöglich entwickeln kann.

Die Entwicklung der Schutzmechanismen von Babys Haut

Die Schutzfunktion der Babyhaut befindet sich noch in der Entwicklungsphase:

  • Der instabile Säureschutzmantel schützt noch nicht vollkommen vor dem Eindringen von Krankheitserregern,
  • Eine lückenhafte Hornschicht sorgt für die erhöhte Abgabe von Feuchtigkeit und trocknet die Haut aus,
  • Die Hautoberfläche ist verhältnismäßig groß und verliert viel Feuchtigkeit,
  • Die dünne Oberhaut reagiert empfindlicher auf Reizungen,
  • Die unzureichende Ausbildung der Schweißdrüsen vermindert die Reaktion auf Temperaturveränderungen, was zur Überhitzung des Babys führen kann,
  • Die Talgdrüsen produzieren noch nicht viel Fett, reagieren auf die hormonelle Umstellung nach der Geburt empfindlich und
  • Die geringe Melaninbildung bietet noch keinen ausreichenden UV-Strahlenschutz.

Babys Haut ist trocken

Nach der Geburt ist Babys Haut zunächst mit der sogenannten Frucht- oder Käseschmiere bedeckt und das Neugeborene nimmt über seine Haut die ersten Kontakte auf. Streicheleinheiten und Körpernähe fördern die körperliche und geistige Entwicklung des Babys und vermitteln ihm das Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Während der ersten Lebenswochen verliert die Babyhaut viel Feuchtigkeit, ist fettarm und wirkt extrem trocken. Damit sich das Baby in seiner Haut so richtig wohlfühlt, gilt ein besonderes Augenmerk jetzt der Pflege. Sinnvoll eingesetzte Pflegeprodukte auf natürlicher Basis helfen bei Hautreizungen und beruhigen die Haut.

Hilfe und Pflege bei Austrocknung von Babys Haut

Für die tägliche Körperpflege ist ein befeuchteter sanfter Baby-Waschlappen ausreichend. Zwei kurze, 35 °C bis 37 °C warme Vollbäder pro Woche in klarem Wasser schaden Babys Haut nicht. Ein Badezusatz ist nicht notwendig. Stark schäumende Produkte enthalten Tenside, die Babys Haut zusätzlich austrocknen und die Anfälligkeit für Hauterkrankungen erhöhen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby ausreichend Flüssigkeit bekommt und cremen Sie es ein. Hautfalten und Körperstellen, an die nur wenig Luft gelangt, sollten Sie gut beobachten. Besonders im Windelbereich können Hefepilze gedeihen. Lassen Sie Hautirritationen von einem Kinderarzt oder Dermatologen begutachten.

Checkliste: So finden Sie einen guten Kinderarzt.