Strack-Zimmermann

"Wir haben ein seltsames Verhältnis zur Truppe"

14. Oktober 2021 - 10:31 Uhr

Kritik an Fackeln

Am Mittwoch wurden die Soldatinnen und Soldaten des Afghanistan-Einsatz geehrt. Dafür gab es viel Lob, allerdings auch Kritik: Einige Menschen störten sich an den Bildern der Fackeln vor dem Reichstagsgebäude bei Nacht. "Fackelmärsche vorm Reichstag – let's agree to disagree", schrieb etwa der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann.

Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, zeigte für die Kritik an dem Großen Zapfenstreich wenig Verständnis und sagte im "Frühstart" von RTL/ntv im Gespräch mit Philipp Sandmann: "Wir haben ein seltsames Verhältnis zur Truppe."

Strack-Zimmermann forderte deswegen, dass in Zukunft mehr über die Bundeswehr gesprochen werden müsse, um Menschen für das Thema zu sensibilisieren.

"Brauchen eine starke Armee"

Auch aus diesem Grund werde die FDP, sollte sie in der nächsten Legislatur mitregieren, dafür sorgen, dass das Thema Verteidigungspolitik im Parlament regelmäßig diskutiert wird, sagte Strack-Zimmermann: "Damit wir auch Menschen in Deutschland für das Thema sensibilisieren und erklären, warum wir Geld in die Hand nehmen und warum wir die Soldatinnen und Soldaten besser ausrüsten wollen."

Die FDP-Politikerin forderte mit Blick auf die Bundeswehr zudem: "Wir brauchen eine starke und kompakte Armee, wir müssen wehrfähig sein und die Soldatinnen und Soldaten haben auch das Recht, gehört zu werden und präsent zu sein, damit eben jeder weiß, dass das nicht etwas Seltsames ist."

Auf die Frage, ob bis Weihnachten eine neue Bundesregierung im Amt sei, sagte Strack-Zimmermann: "Ich bin optimistisch, dass wir, in welchen Farbkonstellationen auch immer, an Weihnachten eine neue Bundesregierung haben."

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