Heißer Zweikampf mit Hamilton

Verstappen: "Weiß nicht, was da los war"

Max Verstappen und Helmut Marko.
Max Verstappen und Helmut Marko.
© AP, Darron Cummings, DC

23. Oktober 2021 - 1:11 Uhr

Verstappen bei Vorbereitung auf schnelle Runde gestört

Die Formel 1 steht vor einem heißen Herbst. Das Rennwochenende in den USA läuteten Max Verstappen und Lewis Hamitlon schon mal mit einem hitzigen Duell auf der Strecke ein – Stinkefinger-Grüße inklusive. Nach der Session gab sich der Red-Bull-Mann zurückhaltender und versuchte das Geschehen einzuordnen.

Keine schnelle Runde für Verstappen

Es war ein Training zum Vergessen für Max Verstappen. Der Niederländer schaffte es nicht, eine schnelle fliegende Runde auf den soften Reifen abzuspulen. Nur Rang 8 am Freitagmittag in Austin. Dazu lieferte er sich ein Rad-an-Rad-Gefecht mit Titelkonkurrent Lewis Hamilton.

Der Red-Bull-Pilot bedient: "Ich habe keine schnelle Runde im 2. Training auf den weichen Reifen gedreht. Es war nicht einfach da draußen, denn es gab ziemlich viele Bodenwellen und es war schwierig, den richtigen Kompromiss mit dem Auto zu finden", erklärte er die schwierige Ausgangslage am Circuit of the Americas.

"Es gibt schon ein paar positive Aspekte, die wir uns anschauen können und wir werden heute Nacht auch noch weiterarbeiten. Bei den Longruns fühlte sich das Auto gut an, aber auch auf einer Runde war es nicht speziell schlecht, es war nur ein Chaos wegen des Verkehrs."

So auch gleich zu Beginn des Trainings. Beim Start zu einer schnellen Runde hatte ihn Hamilton überholt. Verstappen fluchte und zeigte den Mittelfinger. Vom 24-Jährigen gab's kein Verständnis für die Hamilton-Aktion. "Wir alle reihen uns auf für eine schnelle Runde, und ich verstehe nicht wirklich, was da los war."

Marko und Horner diplomatisch

RB-Motorsport-Berater Helmut Marko nahm die Stinkefinger-Aktion gelassen. "Das haben wir in der Saison öfter gehabt", sagte der Österreicher bei Sky. "Dass die zwei nicht öfter zusammen zum Abendessen gehen werden, das wissen wir eh. Aber ich finde das nicht notwendig."

Ebenfalls gelassen: "Bullen"-Teamchef Christian Horner. "Max hat einfach zum Ausdruck gebracht, dass er Erster in der Reihe war. Gehört dazu", so der Brite.

Ob es wirklich nur den beschwichtigenden Worten bleibt? Die beiden WM-Schwergewichte trennen vor dem Rennen in Austin nur sechs Punkte. Schon zwei Mal in dieser Saison sind Verstappen und Hamilton kollidiert – in Silverstone (Juli) und Monza (September). Nicht ausgeschlossen, dass es auf der Strecke ein weiteres Mal knallt. (msc)