Stiko-Chef Thomas Mertens entschuldigt sich

"Persönliche Aussage" zur Kinderimpfung war ein Fehler

Prof. Dr. Thomas Mertens bedauert Aussage zur Kinderimpfung.
Prof. Dr. Thomas Mertens bedauert Aussage zur Kinderimpfung.
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12. Dezember 2021 - 8:33 Uhr

Stiko-Chef Thomas Mertens bedauert "persönliche Aussage"

Wenn er ein sieben- oder achtjähriges Kind hätte, würde er es "wahrscheinlich jetzt nicht impfen lassen", sagte Stiko-Chef Thomas Merten Anfang Dezember. Jetzt entschuldigt sich der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission für seine "persönliche Aussage" zur Kinderimpfung und bezeichnet diese als einen Fehler.

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Stiko empfiehlt Impfung für Kinder mit Vorerkrankung

Der "Welt" sagte Mertens am Freitag: "Die Entscheidung über die Impfung ist wirklich eine sehr persönliche Sache, und das reflektiert sich ja auch in unserer derzeitigen Impfempfehlung. Es war damals wahrscheinlich der einzige Fehler, den ich gemacht habe, dass ich überhaupt etwas Persönliches gesagt habe."

Die Stiko hatte am Donnerstag eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19 Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach einer Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen.

Mertens: Aussage aus dem Zusammenhang gerissen

Das berühmte Zitat sei nach einer letzten Zusatzfrage in einem langen Interview gefallen, sagte Mertens. Er haben am Ende dieses Interviews dann gesagt, dass er derzeit ohne das Vorhandensein eines für Kinder konfektionierten Impfstoffes und ohne abschließende Bewertung durch die Stiko das Kind nicht impfen lassen würde. Das sei ja auch eine völlig richtige und völlig verständliche Aussage.

"Die ist dann völlig aus dem Zusammenhang genommen, sehr intensiv berichtet worden - dagegen kann ich letztlich nichts machen - aber es ist natürlich grober Unfug, wenn man mich als Impfgegner bezeichnen wollte", sagte Mertens.

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Nicht genug Daten für die Sicherheit für Kinder

Es gebe wissenschaftlich fundierte Gründe, warum die Stiko keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder von fünf bis elf Jahren herausgegeben habe, sondern nur für vorerkrankte Kinder. Es gebe nicht genug Daten über die Sicherheit der Impfstoffe für Kinder, so Mertens.

Auch der Blick in die USA helfe da nicht weiter. Dort seien zwar viele Kinder geimpft worden, nötig seien aber Daten darüber, was aus diesen Kindern geworden ist. Diese lägen derzeit nicht vor. (dpa/mor)

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