Kaffee auf Knopfdruck

Kapsel- und Pad-Maschinen im Test: Günstiges Gerät schlägt teuerstes

Welche sind die besten Kapsel-Kaffeemaschinen? Das hat Stiftung Warentest jetzt geprüft
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29. Juli 2020 - 13:56 Uhr

Stiftung Warentest prüft 13 Kaffeemaschinen

Leckeren und schnellen Kaffeegenuss im Handumdrehen: Das versprechen Kapsel- und Pad-Maschinen. Bei 13 Modellen hat Stiftung Warentest jetzt geprüft, ob das tatsächlich stimmt. Das Ergebnis überrascht: Eine der günstigsten Maschinen für rund 54 Euro schlägt die teuerste (380 Euro).

Kapseln vs. Pads: Wo liegt der Unterschied?

Die meisten getesteten Kaffeemaschinen arbeiten mit Kapseln. Zwei funktionieren mit Pads, eine kombiniert beide Funktionen. Der Unterschied: Während Kapsel-Geräte mit höherem Druck quasi Siebträger- oder Vollautomaten nachahmen, um Espresso mit der charakteristischen Crema herzustellen, wird bei Pad-Maschinen meist deutlich weniger Druck angewandt. Das Ergebnis geht daher Richtung Filterkaffee. In Sachen Umweltfreundlichkeit sind Pads vorteilhafter als Kapseln, die aus Alu oder Plastik bestehen.

Kapsel-Kaffeemaschinen: Die Vor- und Nachteile

Die Vorteile von Kapselmaschinen ergeben sich vor allem für Personen, die eher wenig Kaffee trinken: Das Aroma wird länger bewahrt als bei gemahlenem Kaffee in großen Verpackungen, die Auswahl ist groß und die Anwendung denkbar einfach. Die Nachteile: Die Umweltbelastung durch die einzelnen Kapseln ist deutlich höher als bei anderen Zubereitungsmethoden – ebenso die Kosten, aufs Jahr hochgerechnet.

Kaffee läuft aus einer Maschine in eine Tasse.
Besonders wichtig beim Test: Die typische Crema auf dem Espresso
© pmphoto - Fotolia, Peter Mautsch, Germany

So wurde getestet

Bei der Beurteilung der Geräte legte Stiftung Warentest vor allem Wert auf diese Fragen:

  • Wie lange braucht die Maschine zum Aufheizen?
  • Welche Temperatur hat der 1. bis 10. Espresso?
    Hintergrund: Oft schwankt die Temperatur, die ersten Bezüge werden recht kalt ausgegeben.
  • Wie gut ist die Crema?
  • Wie einfach ist die Handhabung?
    Hier wurden Anzeige, Einstellung und Zubereitung sowie Reinigung und Entkalkung bewertet.
  • Wie sicher ist die Maschine?
    Hier wurden u. a. Schadstoffe und Oberflächen-Temperatur geprüft.

Nicht bewertet wurde aufgrund des riesigen Angebots an verschiedenen Kapseln und Pads der Geschmack. Alle getesteten Modelle brühten Espresso gut, bei drei bekam der Café Crema beziehungsweise Lungo sogar ein „sehr gut“.

Café Crema, Cappucino, Macchiato & Co: Was ist eigentlich was?

Das erklären wir in unserem großen Kaffee-ABC.

Die 3 besten Kapsel-Kaffeemaschinen

  • Cremesso Viva Elegante – "Gut" (1,9), ca. 115 Euro, Preis pro Kaffee: 25 Cent
    Schnellster erster Lungo im Test, feinporige Crema, preiswerteste Kapseln
  • K-fee One* 🛒 – "Gut" (1,9), ca. 54 Euro, Preis pro Kaffee: 29 Cent
    Eins der günstigsten Modelle im Test, Aufheizen und Zubereitung sehr schnell, sehr feinporige Crema
  • De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85* 🛒 – "Gut" (2,0), ca. 80 Euro, Preis pro Kaffee ca. 40 Cent
    Kompakteste Maschine im Test, geringster jährlicher Stromverbrauch, sehr feinporige Crema. Allerdings teuerste Kapseln.

Die 2 schlechtesten Pad-Kaffeemaschinen:

  • Philips Senseo HD6554/68* 🛒 – "Befriedigend" (3,3), ca. 55 Euro, Preis pro Kaffee 20 Cent
    Pads umweltfreundlicher als Kapseln, aber höchster Stromverbrauch im Test. Setzt kritische Mengen an Nickel frei – allerdings noch im Rahmen der EU-Vorgaben.
  • Flytek Zip Lux – "Mangelhaft" (5,5), ca. 380 Euro, Preis pro Kaffee 37 Cent
    Pads umweltfreundlicher als Kapseln, aber: Braucht lange zum Aufheizen, wird dann aber am Auslauf zu heiß - dadurch herrscht Verbrennungsgefahr. Zudem setzte die Maschine nach dem Entkalken kritische Mengen an Blei frei.

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website der Stiftung Warentest.
Sie wollen lieber in einen Kaffeevollautomaten investieren? Hier erfahren Sie, welche Modelle Stiftung Warentest am besten bewertet hat.

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