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Mega-Hype um Tracking-Ring

Dieser Ring soll Leben verbessern

23. März 2021 - 13:27 Uhr

Mit einem Accessoire zu einem gesünderen Leben?

Fitness-Uhren, die den Puls messen und die Schritte zählen, sind ja schon lange bekannt. Doch nun gibt es einen Gesundheitstracker für all diejenigen, die ungern etwas am Handgelenk tragen: Ein Ring, der neben den beschrieben Daten insgesamt 37 Körperfunktionen messen soll. In den USA wurden sogar alle NBA-Basketballspieler damit ausgestattet, weil der Ring Corona vorhersagen können soll. Aber bringt einem das Gerät wirklich etwas, und möchte man das überhaupt? In welchen Alltagssituationen das Hightech-Gerät an seine Grenzen kommt, erfahren Sie im Video.

Datenerfassung Tag und Nacht

Testerin mit App-Screenshot
Die Auswertung der Schlafqualität spielt eine zentrale Rolle.
© RTL

Der Ring soll Tag und Nacht getragen werden, dabei misst er folgende Funktionen:

  • Schritte + Stockwerke
  • Puls bei Ruhe und Aktivität
  • Herzfrequenzvariabilität
  • Kalorienverbrauch
  • Inaktive Zeiten
  • Schlafdauer und Schlafqualität
  • Körpertemperatur

Daraus ermittelt der Ring einen Gesundheitsfaktor, der anzeigt, wie fit man ist. Ist irgendwas nicht okay, meldet sich der Ring per Pushnachricht aufs Handy und empfiehlt z.B. Pausen.

Wir testen den Ring mit zwei Frauen, die wissen, dass sie oft an ihre Grenzen kommen. Yvona Jansen ist Mutter von acht Kindern und sagt von sich, dass sie ein hohes Stresslevel hat. Bei ihr kommt es durch ein kaputtes Auto, Homeschooling und auch noch Lausalarm bei einem ihrer Kinder zu einer besonderen Belastung – was davon sie aber besonders stresst, kann der Ring nicht angeben, da er nicht sekundengenau misst und erst am nächsten Morgen auswertet. In der App sieht Yvona aber, dass sie vor lauter Erschöpfung zu schnell eingeschlafen ist und ihre Tiefschlafphasen zu kurz waren. Auch Yazemin Renz kommt durch ihre Arbeit als Post- und Paketzustellerin oft an ihre Grenzen. Das tägliche Schritte-Ziel von 10.000 überschreitet sie täglich. Empfohlene Pausen kann sie in ihrem Beruf auch nicht so einfach einlegen.

Aber macht es überhaupt Sinn, sich mit diesen Daten zu beschäftigen? Laut Arzt und Stressforscher Prof. Dr. Alexander Rondeck ist das der Fall. Er findet den Ring sinnvoll und würde sich sogar noch mehr Messungen am Tag wünschen.

Corona "Vorhersage" dank Messdaten

Laut einer Studie der Universität West Virginia können Covid-19-Symptome, durch die Messung mit dem Ring, mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit bis zu drei Tage im Voraus vorhergesagt werden. Und nicht nur die amerikanischen Profi-Basketballer, auch eine US-Berufsfeuerwehr hat ihre Mitarbeiter mit dem Ring ausgestattet, um den körperlichen Zustand ihrer Mitarbeiter im Blick zu behalten. Dabei bleibt natürlich die Frage, wie der Ring-Hersteller mit den sensiblen Gesundheitsdaten umgeht und welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden können. Rund 150.000 Exemplare des Rings sind bereits im Umlauf, und der Hersteller hat bereits anonymisierte Daten von Zehntausenden seiner Nutzer benutzt, um Statistiken über z.B. die Schlafqualität der Menschen in den USA vor dem Wahlabend zu erstellen. Ob man Teil solcher Datenerhebungen sein möchte, muss wohl jeder für sich entscheiden.

Neuer Podcast „Hotspot - Der Pandemie-Talk“ auf AUDIO NOW

Virologe Professor Hendrik Streeck ist unter die Podcaster gegangen: Der Leiter des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn ist immer samstags zusammen mit RTL-Moderatorin Katja Burkard im gemeinsamen Podcast "Hotspot - Der Pandemie-Talk mit Katja Burkard und Hendrik Streeck" auf AUDIO NOW und überall sonst, wo es Podcasts gibt, zu hören.

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