Idee der Stadt stößt auf Gelächter

Statt Feuerwerk: Kölner sollen Silvester das Licht ein und ausschalten

Domplatte am Eingang zum Kölner Dom
Domplatte am Eingang zum Kölner Dom
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18. Dezember 2020 - 19:38 Uhr

Kölner sollen ihre Fenster zum Leuchten bringen

Weil Silvester in diesem Jahr möglichst ohne Böller stattfinden soll, hat die Stadt Köln ihren Bürgern eine Alternative vorgeschlagen, wie sie das neue Jahr begrüßen sollen: Statt Feuerwerk am Himmel und auf den Straßen, plant die Stadt ein "Lichterfeuerwerk". Auf Twitter riefen die Behörden dazu auf, die Fenster bunt zu bekleben und das Licht in der Wohnung immer wieder an und aus zu schalten – schön Corona-konform jeder bei sich zuhause, versteht sich.

Disco-Beleuchtung per Lichtschalter - der Traum jeden Kindes

Die Idee wird wohl zumindest alle Kinder begeistern, die endlich mal so oft auf dem Lichtschalter herumdrücken können, wie sie wollen. Bei den Twitter Usern löst die Aktion jede Menge Spott aus. "Vielleicht hätten die Initiatoren selbst mal das Licht im Kopf anmachen sollen", findet ein User. Andere schlagen vor, dass man dazu noch auf Kochtöpfe schlagen und die Alarmanlagen einschalten solle, um den Lärm des Silvesterfeuerwerks zu simulieren.

Einige User machen sich Sorgen, dass die Lampen das Geknipse nicht aushalten könnten oder gar Probleme mit der Stromversorgung entstehen. Immerhin hätten die Baumärkte vorerst geschlossen. Um die Lampen müsse man sich keine Sorgen machen, aber wenn tatsächlich alle Kölner gleichzeitig das Licht einschalten würden, könnte das theoretisch tatsächlich zu einer Überlastung führen, je nachdem wie die Leitungen ausgelegt seien, bestätigte ein Elektotechnik-Experte auf RTL-Anfrage. Da die Aktion eher auf Gelächter, als auf Begeisterung stößt, besteht aber wohl keine Gefahr, dass plötzlich in Bezirken in Köln das Licht ausgeht.

Fenster
Leuchtende Fenster statt Feuerwerk zu Silvester in Köln?
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Köln hat Feuerwerk auf öffentlichen Plätzen verboten

"Mit unserer #Silvesterfenster-Aktion wollen wir trotz der Pandemie-Lage den Übergang ins neue Jahr ein wenig farbenfroher gestalten", erklärt die Stadt Köln bei Twitter. Das Jahr 2020 hätte allen viel abverlangt. Mit der Aktion wolle man "ein lächelndes Gesicht" zeigen.

Wegen der Corona-Pandemie hat die Stadt das Zünden von Feuerwerk an öffentlichen Orten untersagt. Unter anderem rund um den Dom, in der Altstadt, auf den Brücken, am Rheinufer und in Ausgehbereichen darf nicht geböllert werden. Der Verkauf von Feuerwerk und Pyrotechnik soll nach einem Beschluss von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten in diesem Jahr ohnehin in ganz Deutschland verboten werden.

Die Stadt Köln will mit dem Böllerverbot an öffentlichen Plätzen nun verhindern, dass sich Menschenansammlungen bilden oder durch Unfälle mit Feuerwerk die Krankenhäuser noch mehr belastet werden. Denn auch wenn kein Feuerwerk verkauft wird, bliebe das Zünden von Raketen aus dem Vorjahr oder aus dem Ausland faktisch erlaubt.

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