Sterbefallstatistik seit 1. Welle

Statistisches Bundesamt meldet: Übersterblichkeit durch Corona-Pandemie

Särge mit Aufschrift „Corona“ und „SARS-CoV-2 positiv - Corona“ mit Verstorbenen in einem Krematorium (Motivbild)
Särge mit Aufschrift „Corona“ und „SARS-CoV-2 positiv - Corona“ mit Verstorbenen in einem Krematorium (Motivbild)
© deutsche presse agentur

09. Dezember 2021 - 13:44 Uhr

Statistik zur Coronavirus-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt - zu diesem Befund kommt das Statistische Bundesamt nach der Auswertung der Sterbefallstatistik seit Beginn der Pandemie.

2020 starben fünf Prozent mehr Menschen als 2019

"Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre", sagte der Vizepräsident des Amtes, Christoph Unger, am Donnerstag in Wiesbaden.

2020 starben fünf Prozent mehr Menschen als 2019. Allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg der Sterbefallzahlen um zwei Prozent zu erwarten gewesen. Betrachtete man die ersten zwölf Monaten der Pandemie - März 2020 bis Februar 2021 - starben sogar 7,5 Prozent mehr Menschen als im Vorjahreszeitraum.

Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich

Die Todesursachenstatistik gibt Aufschluss, wer 2020 an und wer mit Corona gestorben ist. Laut Destatis starben knapp 40.000 Menschen an Covid-19 als Grundleiden, bei gut 8.000 war Covid-19 als Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet. 70 Prozent der Covid-19-Toten waren 80 Jahre oder älter, die meisten hatten vielfältige Vorerkrankungen.

176.000 Menschen wurden 2020 mit oder wegen Corona im Krankenhaus behandelt. Knapp 37.000 von ihnen lagen auf der Intensivstation, rund 21.000 wurden künstlich beatmet. Jeder sechste Covid-19-Fall im Krankenhaus endete tödlich. (dpa/ swi)