"Lasst eure Kinder nicht diese Serie sehen!"

Erschreckend: Kita-Kinder in Pinneberg spielen "Squid Game" nach

01. November 2021 - 10:29 Uhr

Blutige Netflix-Serie ist Vorbild

In einer Kita in Pinneberg (Schleswig-Holstein) haben Kinder die blutige Netflix-Serie "Squid Game" nachgespielt. Eines der Kinder soll am Ende eines Spiels gesagt haben: "Ich töte dich". In einem Brief an die Eltern hat der zuständige Ansprechpartner für Elternarbeit der Kita, Matthias Richert, vor der Serie gewarnt. Sie sei "brutal, gewaltverherrlichend und insbesondere für Kinder verstörend", schreibt er in seinem Elternbrief, der RTL vorliegt. "Ihr fügt euren Kindern seelischen Schaden zu, wenn ihr sie derartiges sehen lasst", erklärt er dazu noch in dem Schreiben.

Eltern sensibilisieren

Kita Waldstraße in Pinneberg.
Matthias Richert ist der Ansprechpartner für Elternarbeit in der Kita.
© RTL Nord

Alpträume, Ängste und psychische Probleme könnten die Folge sein. "Deshalb unser dringender Aufruf: Lasst eure Kinder nicht diese Serie sehen. Auch nicht, wenn ihr dabei seid", heißt es in dem Brief weiter. "Mir geht es darum, die Eltern zu sensibilisieren", erklärt Richert auf Anfrage von RTL Nord am Telefon. "Das Internet ist Alltag und die Streaming Plattformen eben auch." Die Serie ist eigentlich mit der Altersfreigabe FSK 16 versehen.

5 bis 11-Jährige betroffen

Es gibt auch schon eine Rückmeldung per Mail eines Elternteils zum Schreiben. "Es gab ein Dankeschön für die pädagogische Einschätzung", so Richert. Jetzt sei er mit den jeweiligen Teams in der Kita im Austausch, denn Squid Game müsse thematisiert werden. In der Kita beträfe es die 5 bis 11-Jährigen (Vorschulgruppe und Hort).

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Serieninhalt: Scheinbar harmlose Kinderspiele

Die südkoreanische Serie "Squid Game" ist die bisher erfolgreichste Netflix-Produktion. Dabei wird in neun Folgen die Geschichte von knapp 500 Menschen erzählt, die sich alle hoch verschuldet haben. Sie treten in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Doch der makabere Wettbewerb lässt keine zweite Chance zu: Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird umgehend getötet. (dpa/nid)