Forscher nehmen hochverarbeitete Lebensmittel unter die LupeEure Kinder sind ängstlich, schlecht gelaunt oder hyperaktiv? Diese Lebensmittel können schuld sein

Kinder weinen, lachen, schreien und zeigen immer offen ihre Emotionen. (Symbolbild)
Haben eure Kids ihre Emotionen oft nicht im Griff? Dann kann das auch an der Ernährung liegen. (Symbolbild)
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Kommt bei euren Kids auch manchmal der schlecht gelaunte Zappelphilipp durch, der vor Angst nicht schlafen kann?
Dann solltet ihr jetzt einmal genauer hinschauen. Dass eine gesunde Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln ab der frühen Kindheit wichtig ist, ist lange bekannt und mit vielen Studien belegt. Jetzt haben Forscher herausgefunden, welche Lebensmittel Einfluss auf emotionaler Ebene auf Kinder nehmen können. Denn Ernährung hat tatsächlich einen vehementen Einfluss auf Angst, Hyperaktivität und Aggression im frühkindlichen Alter.

Studie hinterfragt Essgewohnheiten und ihre Folgen

Für die repräsentative Studie von Meaghan E. Kavanagh, die vor wenigen Tagen im JAMA Network veröffentlich wurde, wurden 2.077 kanadische Kinder auf ihre Essgewohnheiten und deren Folgen untersucht. Dabei lag der Fokus auf dem Zusammenhang von ultraverarbeiteten Lebensmitteln im Vorschulalter und der emotionalen Entwicklung der Studienteilnehmer. Dass hochverarbeitete Ernährung Einfluss auf die Gesundheit nimmt, ist inzwischen bekannt. Bei der frühkindlichen Verhaltensentwicklung war diese jedoch bislang wenig erforscht.

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Forscher machen entscheidende Beobachtung

Unglaubliche 45,5 Prozent der täglichen Energieaufnahme der Kinder im Alter von drei Jahren bestanden bei den Studienteilnehmern aus ultraverarbeiteten Lebensmitteln. Je höher der Anteil, desto häufiger wurde von Eltern über Verhaltensprobleme berichtet. Einen starken Anteil hatten hier gesüßte und zuckerhaltige Getränke. Doch auch stark verarbeitete Brot- und Getreideprodukte sowie Fertiggerichte nahmen ungünstigen Einfluss auf die Kinder.

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Wie kann das sein? Die Forscher glauben, dass Zucker, gesättigte Fette und Natrium, die oft in stark verarbeiteten Lebensmitteln sind, wichtige Nährstoffe für die Gehirnentwicklung verdrängen. Außerdem könne es zu einer möglichen Veränderung des Darmmikrobioms, zu entzündlichen Prozessen im Nervensystem, zu Veränderungen des Darmmikrobioms und zu entzündlichen Prozesse im Nervensystem kommen, heißt es weiter. Ein weiteres Problem sehen die Forscher in der Möglichkeit, dass chemische Substanzen über die Verpackungen der verarbeiteten Lebensmittel aufgenommen werden könnten.

Fazit der Studie: Eine häufige Aufnahme hochverarbeiteter Lebensmittel im Alter von drei Jahren kann dazu führen, dass die Kinder im Alter von fünf Jahren emotionale Auffälligkeiten zeigen. Deshalb raten die Forscher, sich an minimal verarbeiteten Lebensmitteln zu orientieren und den Kindern eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Wie euch das gelingt, hat unsere Ernährungsexpertin für euch zusammengefasst. Hier findet ihr gesunde Rezepte, die eure Kinder lieben werden.

Verwendete Quellen: JAMA Network