Pasta für 29 Cent? Kein Problem!

Bis zu 50 Prozent: Sparkönig zeigt, wie Sie trotz Inflation beim Einkauf sparen können!

01. Mai 2022 - 17:45 Uhr

Ob Benzin, Pommes Frites oder Brot: Vieles ist in den letzten Wochen teurer geworden. Und so ist auch der Preisunterschied zwischen Discounter- und Supermarktprodukten längst nicht mehr so groß, wie es jahrelang der Fall war. Doch nicht immer sind die Preiserhöhungen tatsächlich gerechtfertigt. Worauf Sie beim Einkauf achten sollten und wie Sie trotz steigender Preise kräftig sparen können, verraten Sparkönig Sven Lucka und Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg im Video.

Viele Hersteller tricksen nach dem Motto "gleicher Preis, weniger drin"

Für viele Preiserhöhungen sind die hohe Inflation und auch der Ukraine-Krieg verantwortlich. Da die Ukraine der Hauptlieferant für Weizen und Sonnenöl ist, ist es nachvollziehbar, dass daraus hergestellte oder damit zubereitete Speisen teurer werden.

Doch viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben den Eindruck, dass auch solche Lebensmittel teurer geworden sind, die von den Lieferengpässen nicht unmittelbar betroffen sind. Einige Hersteller tricksen laut Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg aber auch mit sogenannten Mogelpackungen nach dem Motto "gleicher Preis, weniger drin". Das heißt, obwohl der Preis auf den ersten Blick stabil bleibt, zahlen wir auf den 100 Gramm-Preis gerechnet am Ende mehr. Weil beispielsweise in der Cornflakes-Packung nicht mehr 500 Gramm, sondern nur noch 450 Gramm enthalten sind. Oder der Großpack Schokoriegel statt sechs nur noch fünf Riegel enthält. Auf diese Weise würden viele versteckte Preiserhöhungen durchgeführt, ohne dass die Verbraucher es merken.

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Mit diesen Tipps sparen Sie beim Einkauf

Niemals hungrig einkaufen gehen

Wer hungrig einkaufen geht, dem läuft das Wasser im Mund zusammen bei all den Möglichkeiten, die sich ihm in den Supermarktgängen präsentieren. Essen Sie deshalb vor dem Einkaufen wenigstes eine Kleinigkeit. Selbst zwei Scheiben Toast können wahre Wunder im Geldbeutel bewirken.

Immer mit Einkaufsliste einkaufen gehen

Oder nutzen Sie Ihren Hunger noch in der Küche, um den Speiseplan für die nächsten Tage aufzustellen. Worauf haben Sie Lust, was gibt der Vorratsschrank her, was braucht es noch, um daraus leckere Gerichte zu kochen? Planen Sie ein Wochenmenü, schreiben Sie auf, was Sie dazu benötigen und kaufen Sie dementsprechend ein. Vom Einkaufszettel abweichen ist im Supermarkt dann natürlich streng verboten.

Angebote prüfen

Diese bunten Prospekte, die regelmäßig in Ihrem Briefkasten landen, können beim Sparen tatsächlich helfen. Vor allem, wenn Produkte, die Sie sich sonst verkneifen, darunter sind. Bei Sonderangeboten ist aber auch Vorsicht geboten. Oftmals handelt es sich bei Angeboten um Markenprodukte. No-Name-Produkte können im Vergleich trotzdem noch billiger sein.

Eigenmarken ausprobieren

Anstatt zu den bereits erwähnten Markenprodukten zu greifen, probieren Sie sich doch nach und nach durch die Hausprodukte ihres Supermarktes. In vielen Fällen sind diese nicht schlechter, sondern nur weniger hübsch - weil das Geld für das Marketing gespart wurde.

Produkte mit bald endendem Mindesthaltbarkeit kaufen

Apropos Angebote: Waren, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, sind oftmals reduziert. Der leuchtende Preissticker sollte Sie aber nicht abhalten zuzugreifen, da die Produkte bei geschlossenen Packungen meist noch genießbar sind.

Kaufen Sie saisonal

Es macht kreativ, sorgt für Abwechslung im Speiseplan, ist gut für die Umwelt und entlastet den Geldbeutel: Obst und Gemüse sollte am besten nur dann gekauft werden, wenn es auch Erntezeit hat. Hängen Sie sich dafür am besten einen Saisonkalender in die Küche, mit dem Sie einfach planen können.

Korb statt Einkaufswagen

Wenn es nicht der große Wocheneinkauf für die ganze Familie, sondern nur ein kurzer Einkauf werden soll, dann besser nicht zum Einkaufswagen, sondern zum Korb greifen. So sind Sie direkt gezwungen, sich zu beschränken. (nri)

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