Forderung der Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Sozialpädagoge erklärt: Darum sollten Jungs und Mädchen getrennt unterrichtet werden

18. Februar 2020 - 18:21 Uhr

Mädchen würden sich möglicherweise ohne männliche Mitschüler mehr zutrauen

Um festgefahrene Rollenbilder aufzubrechen, fordert Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Jungs und Mädchen getrennt voneinander zu unterrichten. Die Hoffnung hinter dem Vorschlag sei, dass Mädchen sich möglicherweise ohne ihre männlichen Mitschüler, insbesondere in Fächern wie Mathe oder Physik, mehr zutrauen würden. Warum Sozialpädagoge Thomas Sonnenburg den Vorschlag für eine gute Idee hält und welche Erfahrungen er mit Jungs und Mädchen im schulpflichtigen Alter gemacht hat, erzählt er im Video.

Hubig selbst kennt sowohl getrennten als auch gemeinsamen Unterricht

Hubig, die gleichzeitig Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz ist, war selbst als Schülerin eine Zeit lang auf einem Mädchengymnasium und eine Zeit lang auf einer gemischten Schule, sie kennt also beide Seiten. Im gemischten Unterricht gebe es häufig eine klare Rollenverteilung, sagt die Bildungspolitikerin. "Die Jungen stürmen in diesen Fächern nach vorne und sagen: 'Ich mache das Experiment.' Mädchen sind da oft zurückhaltender und sagen: 'Dann schaue ich erst mal zu.'"