Zuvor starben seine Frau und sein anderer Sohn

Anwalt gibt eigene Ermordung in Auftrag – damit sein Sohn die Lebensversicherung kassiert

Der Anwalt Alex Murdaugh gab seine eigene Ermordung in Auftrag.
Der Anwalt Alex Murdaugh gab seine eigene Ermordung in Auftrag.
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16. September 2021 - 18:10 Uhr

Anwalt Alex Murdaugh (53) wollte sich töten lassen

Es ist einer der bizarrsten Kriminalfälle der jüngsten Zeit in den USA: Der prominente Anwalt Alex Murdaugh (53) hat zugegeben, seine eigene Ermordung in Auftrag gegeben zu haben. Nach seinem Tod sollte sein Sohn eine hohe Lebensversicherung kassieren. Drei Monate zuvor waren die Ehefrau (52) und der andere Sohn (22) des Anwalts aus South Carolina tot aufgefunden worden.

Frau und Sohn des Anwalts lagen tot auf Grundstück der Familie

Die Umstände des Todes der beiden sind laut einem Bericht des "Spiegels" unklar. Murdaughs Frau und Sohn wurden am 7. Juni erschossen auf einem Grundstück der Familie im kleinen Ort Islandton entdeckt.

Am 4. September wurde Murdaugh dann selbst niedergeschossen, als er an einer Landstraße angeblich einen Autoreifen wechseln wollte. Er erlitt eine Kopfverletzung, überlebte aber. Nur einen Tag zuvor war er von seiner Kanzlei wegen der Veruntreuung von Kundengeldern entlassen worden.

South Carolina: Lebensversicherung ist 10 Millionen Dollar wert

Curtis Edward Smith
Curtis Edward Smith schoss seinem früheren Anwalt in den Kopf.
© AP

Ein Mordanschlag, den der Anwalt selbst inszeniert hatte, wie er nun einräumte. Laut Polizei hatte Murdaugh seinem früheren Mandanten Curtis Edward Smith (61) eine Waffe gegeben und diesen aufgefordert, ihm in den Kopf zu schießen. Smith hat die Tat gestanden und wurde festgenommen. Der Vorwurf unter anderem: Tötung auf Verlangen und Versicherungsbetrug.

Die Lebensversicherung, die Murdaughs Sohn kassiert hätte, hat nach Polizeiangaben einen Wert von rund zehn Millionen Dollar (ca. 8,5 Millionen Euro).

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Alex Murdaugh war abhängig von Opiaten

Murdaughs Anwalt Dick Harpootlian erklärte, der 53-Jährige sei abhängig von Opiaten gewesen. Er habe viel Geld für Schmerzmittel Oxycodon ausgegeben, das stark abhängig macht, sagte er dem Sender NBC News. Unter anderem soll ihn Curtis Edward Smith, der später auf den Juristen schoss, mit Opiaten versorgt haben.

Ursprünglich habe sich Alex Murdaugh das Leben nehmen wollen, berichtete Harpootlian. Weil er aber befürchtete, dass die Lebensversicherung dann nicht an seinen Sohn ausgezahlt wird, habe er Smith beauftragt, ihn niederzuschießen. (bst)