Kinder-Sonnencremes im Test

Günstiges Drogerie-Produkt ist besser als Naturkosmetik

Besonders für zarte Kinderhaut ist der richtige UV-Schutz wichtig
© Getty Images, IvanJekic

21. Juni 2020 - 7:06 Uhr

Zwei Kinder-Sonnencremes fielen durch

Öko-Test hat 21 Sonnencremes für Kinder getestet, darunter fünf Naturkosmetik-Produkte. Das Ergebnis ist beruhigend: Die meisten schnitten mit "gut" ab. Zwei Cremes fielen wegen bedenklicher Inhaltsstoffe allerdings durch. Dafür gehört ein günstiges Drogerie-Produkt zu den beiden Testsiegern.

Besonders bei Kindern: cremen, cremen, cremen!

Wir alle müssen uns in der Sonne vor schädlichen UV-Strahlen schützen – doch für zarte Kinderhaut gilt das umso mehr. Für sie sollte ein besonders hoher Lichtschutzfaktor verwendet werden. In unseren Breitengraden lautet die Empfehlung in den Sommermonaten: mindestens LSF 30, noch besser sind LSF 50 oder LSF 50+. Dabei drei bis fünf Esslöffel Creme verwenden und regelmäßig nachlegen, vor allem nach dem Planschen im Wasser. Viele Eltern sind jedoch verunsichert, wie viel schädliche Chemie in der Sonnencreme steckt.

Kinder-Sonnencremes: So wurde getestet

Öko-Test hat deshalb 21 Kinder-Sonnencremes, die mindestens LSF 50 haben, auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Dabei achtete das Verbrauchermagazin insbesondere auf die verwendeten UV-Filter sowie mikroskopisch kleine Nano-Partikel, die im Verdacht stehen, die Haut zu schädigen. Auch nach problematischen Konservierungsmitteln und umstrittenen halogenorganischen Verbindungen, die ein großes Allergiepotenzial haben, wurde im Labor gesucht. Kunststoffverbindungen und Mängel in der Deklaration der Inhaltsstoffe verschlechterten ebenfalls das Gesamturteil. Alle Produkte sind als "wasserfest" oder "sehr wasserfest" ausgelobt und enthalten kein Parfüm.

Die besten Kinder-Sonnencremes

Das dürfte Eltern beruhigen: Neun Sonnencremes erhielten das Gesamturteil "gut" (darunter alle fünf Naturkosmetik-Produkte), acht immerhin "befriedigend". Und für diese beiden Produkte gab es sogar ein "sehr gut":

Die Kinder-Sonnencremes mit der schlechtesten Bewertung

Acht Produkte enthalten laut Öko-Test die organisch-chemischen UV-Filter Octocrylen oder Homosalat, die im Verdacht stehen, das Hormonsystem zu stören. Sie haben dem Magazin zufolge nichts auf Kinderhaut verloren, weshalb es für ihre Verwendung Punktabzug gab. Besonders viel zu bemängeln gab es vor allem bei diesen zwei Produkten:

  • La Roche-Posay Anthelios Dermo-Pediatrics 50+ Lotion, Preis pro 200 ml 16,72 Euro – Gesamturteil: "mangelhaft"
  • Garnier Ambre Solaire Kids Sensitive Expert+ LSF 50+ von L'Oreal, Preis pro 200 ml 9,45 Euro – Gesamturteil: "ungenügend"

In beiden Produkten wies das Labor bedenkliche PEG/PEG-Derivate und Silikone nach, in der Creme von La Roche-Posay zusätzlich Paraffine. PEG/PEG-Derivate stehen im Verdacht, wie Hormone zu wirken, während Silikone und Paraffine sich nicht gut ins Hautgleichgewicht einfügen und als umweltgefährdend gelten, da sie schwer abbaubar sind.

Alle Testergebnisse finden Sie auf der Website von Öko-Test.

Welche Sonnencremes für Erwachsene empfehlenswert sind und welche nicht, können Sie hier nachlesen.

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