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So haben sich Pinar Atalay & Peter Kloeppel auf das Kanzler-Triell bei RTL vorbereitet

RTL-Moderatoren Pinar Atalay und Peter Kloeppel über das Triell

"Das ist die Wundertüte, auf die wir uns freuen"

Kloeppel Atalay Triell
RTL-Moderatoren Pinar Atalay und Peter Kloeppel führen am Sonntag durch das Triell.
Grafik: RTL

Wahl-Triell bei RTL mit Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz

Am Sonntagabend ( ab 20:08 Uhr live bei RTL und TVNOW ) stellten sich die Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) einem Millionenpublikum live bei RTL und ntv. Unsere Moderatoren Pinar Atalay und Peter Kloeppel führten die Zuschauer durch die Sendung und nahmen die Anwärter auf das Kanzleramt in die Zange. Wie sie sich vor dem Auftritt auf die Sendung vorbereitet haben, erklären sie hier.

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Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz in großer TV-Debatte

Zur großen TV-Debatte der Kanzlerkandidaten treten erstmals drei statt zwei Kandidaten an, deren Parteien in Umfragen aktuell gleichauf liegen. Zugleich sind Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz in den Medien dauerpräsent. Warum sollen die Zuschauer dennoch unbedingt am Sonntagabend RTL einschalten?

Peter Kloeppel: Es ist die erste große Auseinandersetzung in der heißen Phase des Wahlkampfes, wo die drei in einem Studio stehen und für ihre Sache kämpfen müssen. Das ist für die Zuschauer spannend. Und für die Kandidaten ist es mit Sicherheit auch spannend, weil sie sich fragen: "Wer geht hier wie mit wem um?" Das ist die Wundertüte, auf die wir uns freuen.

Pinar Atalay: Die drei sind zwar dauerpräsent, es ist nun mal Wahlkampf. Aber vor einem Millionenpublikum in der Konfrontation aufeinander reagieren zu müssen, wohl wissend, dass da jede Handgeste zählt, dass jedes "Äh" und jedes Wort genau betrachtet wird, das macht die Spannung des Triells aus. Und wir haben das erste Mal keinen Amtsinhaber oder keine Amtsinhaberin dabei. Das macht es noch spannender.

Mehr Teilnehmer bedeutet weniger Redezeit für die einzelnen Kandidaten. Stehen die drei unter noch größerem Druck, ihre Botschaften in der Kürze der Zeit rüberzubringen, als die Teilnehmer früherer TV-Duelle?

Kloeppel: Alle werden mit der Situation zurechtkommen, denke ich. Wir werden das auch steuern, indem wir uns auf die Themen konzentrieren, die die Menschen im Land besonders interessieren. Wir messen natürlich die jeweilige Redezeit, damit am Ende alle ähnlich lang zu Wort kommen. Jeder wird also für seine Thesen kämpfen können. Und kein Zuschauer wird nach der Sendung sagen können: "Och, da hab ich jetzt gar nichts Neues erfahren."

Andere Sender planen weitere Trielle. Gab es Absprachen mit den Kolleginnen und Kollegen zu thematischen Schwerpunkten in den einzelnen Sendungen?

Atalay: Es ist das erste Mal, dass RTL und ntv allein den Aufschlag machen. In den vergangenen Wahlkämpfen war es ja immer so, dass sich mehrere Sender zusammengetan haben. Diesmal besprechen Peter und ich uns als Zweier-Team, wie wir diesen Abend gestalten wollen, welche Fragen wir stellen.

Kloeppel: Es gab keinerlei Absprachen mit den anderen Sendern. Wir sind die Ersten, die durchs Ziel gehen. Wir können bestimmen, worum es geht.

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Verraten Sie uns, was die Schwerpunktthemen sein werden? Oder sollen wir genauso überrascht werden wie die Kandidaten?

Atalay: Die schreckliche Lage in Afghanistan wird uns beschäftigen, natürlich auch die Corona-Pandemie. Aber es geht nicht allein um die großen Themenblöcke, sondern wir wollen in der Diskussion zeigen, wo die Unterschiede zwischen den Parteien liegen. Die Sendung soll den Menschen helfen bei ihrer Wahlentscheidung.

Kloeppel: Dass wir in Deutschland Probleme haben, ist in den vergangenen 12 bis 24 Monaten, wenn nicht sogar länger schon, offensichtlich geworden. Alle versprechen jetzt: Mit uns wird es besser. Darauf wollen wir abzielen: Was wird denn besser? Und für wen wird vielleicht auch etwas schlechter?

Warum man heute abend einschalten sollte Das Triell
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Das Triell
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Wahl-Triell bei RTL: Wir stellen die drei Kandidaten vor

Frau Merkel hat als Amtsinhaberin in diesen Duellen oftmals Angriffe ins Leere laufen lassen und sich auf ihre Souveränität gestützt. Hat irgendeiner der Kandidaten Ihrer Ansicht nach die Möglichkeit, sich durch das Triell zu merkeln? Vizekanzler Scholz zum Beispiel?

Atalay: Da stehen uns drei Profis gegenüber, die alle mehr oder weniger längere Zeit im Politikbetrieb sind. Jeder wird versuchen, seinen eigenen Stil reinzubringen. Ich weiß nicht, ob sich da jemand ein Beispiel an Merkel nimmt. Alle haben sich bestimmt nochmal die letzten Kanzlerduelle angesehen. Das hätte ich zumindest getan.

Ein gutes Stichwort: Frau Atalay, nach Ihrem Wechsel von den Tagesthemen zu RTL ist das Triell Ihre erste Kandidatenrunde. Wie gehen Sie Ihre Premiere an?

Atalay: Ich habe natürlich alle Duelle damals live gesehen, das 2017er habe ich noch mal zusätzlich nachgeschaut. In den letzten Wochen habe ich mir ohnehin zur Vorbereitung so ziemlich alles angesehen, was man sich ansehen kann. Aber ich interviewe ja seit Jahren Politikerinnen und Politiker und habe ja auch lange durch einen Polit-Talk geführt. Und dennoch ist diese Sendung eine der herausforderndsten Sendungen, die ich mir als Nachrichten-Journalistin vorstellen kann.

Für Sie, Herr Kloeppel, ist es wiederum das sechste TV-Duell, wenn ich richtig gezählt habe. Sie sind der einzige Mann, der bei allen dabei war. Was bedeutet Ihnen das?

Kloeppel: Maybritt Illner vom ZDF ist auch von Anfang an dabei, so auch dieses Jahr. Ich bin also kein Solitär in dieser Hinsicht. Es ist jedes Mal eine Ehre für mich, diese Sendung moderieren zu dürfen. Und eine besondere Freude ist es für mich, Pinar an meiner Seite zu wissen. Wir haben in der Vorbereitung festgestellt, dass wir uns sehr gut ergänzen und ein ähnliches Verständnis davon haben, was für die Zuschauer wichtig ist. Und anders als in der Vergangenheit sind wir als Fragende diesmal nicht zu viert im Studio.

Atalay: Das ist ja das Schöne: Wir sind zu zweit und können wirklich als Team agieren. Und ich bin sehr froh, Peter Kloeppel an meiner Seite zu haben, der diesen unglaublichen Erfahrungswert hat und durch wirklich jede Sendung wunderbar geführt hat. Ich freue mich drauf.

HANDOUT - 27.08.2021, Berlin: Blick in das "Das Triell"-Studio-Set im RTL Studio in Adlershof. Am kommenden Sonntag findet hier der direkte Schlagabtausch der Kanzlerkandidaten Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Laschet (CDU) und Scholz (SPD) statt. F
Vor dem ersten TV-Triell zur Bundestagswahl
jörg carstensen pil, dpa, Jörg Carstensen

Die Akribie, mit der in den Parteizentralen die Kandidatenrunde vorbereitet wird, ist legendär. Da werden auch schon mal spezielle Wünsche an die Sender herangetragen. Kanzler Schröder stand etwa auf einem Podest, um den Größenunterschied zu seinem Herausforderer Stoiber auszugleichen. Gab es diesmal Forderungen aus den Parteizentralen?

Atalay: Peter und ich befassen uns komplett mit den Inhalten. Wir werden erst kurz bevor es losgeht die Kandidaten und die Kandidatin treffen und dann direkt anfangen.

Kloeppel: Podeste sind nicht nötig, alle sind ja auch ähnlich groß. Alle haben die gleichen Voraussetzungen, wenn sie da reingehen, und alle werden dasselbe Wasser zu trinken bekommen.

Hoffen Sie, dass es trotzdem wieder eine kleine Überraschung geben wird, wie damals Merkels Deutschlandkette?

Atalay: Damals sprachen alle in den sozialen Medien am nächsten Tag über die #Schlandkette. Mal sehen, was dieses Jahr passiert.

Kloeppel: Das Lustige damals war, dass mir diese "Schlandkette" gar nicht aufgefallen ist. Ich habe in der Sendung keine Sekunde an den Gedanken verschwendet: Was hat sie eigentlich für eine Kette an? Als das zum Trend in den sozialen Medien wurde, habe ich mich im Nachhinein nur gewundert: Worüber redet ihr eigentlich?

Atalay: Da sieht man im besten Sinne, dass es uns um die Inhalte geht.

"Das Triell: Baerbock, Laschet, Scholz – im direkten Schlagabtausch" ist parallel zur TV-Ausstrahlung auch im RTL-Livestream auf TVNOW zu sehen.

Das Gespräch mit Pinar Atalay und Peter Kloeppel führte Sebastian Huld. / Quelle: ntv.de