5. Mai 2019 - 15:28 Uhr

Hebammen sind einfach unersetzlich

Vom blauen Strich auf dem Schwangerschaftstest, über die ersten Tritte des Embryos, bis hin zur Geburt und später im Wochenbett durchlebt eine Frau die wohl aufregendste Zeit ihres Lebens. Dementsprechend ist diese Periode geprägt von Fragen, Zweifeln und kleinen oder großen Problemen. Die kompetente Begleiterin während der Schwangerschaft und danach ist die Hebamme. 

Seit Jahrhunderten leisten Hebammen mit ihrem Wissen und Können Schwangeren und jungen Müttern Beistand. Ihre Aufgaben umfassen die Schwangerenvorsorge, Geburt- und Wochenbett-Betreuung sowie die Unterstützung bei der Säuglingsversorgung und in der Stillzeit. Aber der Hebammenberuf steckt tief in der Krise. Durch hohe Versicherungsbeiträge gibt es immer weniger Hebammen. Es ist also höchste Zeit, deutlich zu machen, wie wichtig die Arbeit der Hebammen ist. 

Angestellte Hebamme oder Beleghebamme: Was ist der Unterschied?

Freiberufliche Hebammen
Freiberufliche Hebammen arbeiten frei praktizierend. Sie führen Geburtsvorbereitungskurse durch, begleiten Schwangere bei der Geburt und kümmern sich während des Wochenbetts und der Stillzeit um Mutter, Kind und die junge Familie. Viele freiberufliche Hebammen verfügen über Zusatzausbildungen in alternativen Behandlungsmethoden. Wichtig: Es ist nicht in jeder Klinik und in jedem Geburtshaus möglich, die eigene Hebamme "mitzubringen".

Beleghebammen
Beleghebammen arbeiten ebenfalls freiberuflich und selbstständig als Hebammen. Sie haben  aber einen Belegvertrag mit bestimmten Geburtskliniken. Zusätzlich können sie unterschiedliche Kurse anbieten und Vor- und Nachsorge bei den Müttern zu Hause betreiben. Hier erfahren Sie, wie Ihnen die Beleghebamme helfen kann.

Angestellte Hebammen
Angestellte Hebammen sind fest in einer Klinik angestellt und entbinden dort. Sie arbeiten meist im Dreischichtbetrieb. Haupteinsatzgebiet ist der Kreißsaal, aber auch die Wochenbettstation und die Kinderklinik.

Familienhebammen
Diese speziell ausgebildeten Hebammen haben zusätzlich zu ihrer Ausbildung als Hebamme eine Zusatzqualifikation erlangt. Sie unterstützen Mütter, die sich in besonderen oder schwierigen Lebenssituationen befinden, zum Beispiel bei Teenagerschwangerschaften.

Hebammen-Betreuung: Was zahlt die Krankenkasse?

Hebammen begleiten Frauen vor, während und nach der Geburt
Die kompetente und unersetzliche Begleiterin während der Schwangerschaft und danach ist die Hebamme.
© dpa, Uli Deck, ude ink bwe fux zk sja gfh jol w

Die Krankenkassen bezahlen die Vorsorge durch Hebammen im vollen Umfang.
Wichtig: Bis auf die Ultraschalluntersuchungen können Sie  alle Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft von Ihrer Hebamme machen lassen.

Schwangerschaft

•   Vorgespräch, ein weiteres bei einer beabsichtigten Hausgeburt

•   Beratungen, auch telefonisch, bis zu 12 mal

•   Vorsorge (auch Blutabnahme!)

•   Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden und Vorwehen

•   Überwachung durch CTG

•   Geburtsvorbereitung in der Gruppe, auf ärztlicher Anordnung auch einzeln

Geburt

•   Geburtshilfe in einem Krankenhaus oder einem Geburtshaus. Welche Form der geburt zu Ihnen passt, erfahren Sie hier. 

•   Hilfe bei einer Hausgeburt

•   Hilfe bei einer Fehlgeburt

Wochenbett

•   Bis zum 10. Tag nach der Geburt haben Sie Anspruch auf mindestens einen täglichen Besuch durch die Hebamme.

•   Bis Ihr Kind zwölf Wochen alt ist, können Sie darüber hinaus 16-mal die Hebamme um Rat und Hilfe bitten.

•   Bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen können Sie anschließend noch achtmal Kontakt zu Ihrer Hebamme aufnehmen. Weitere Besuche sind auf Verordnung eines Arztes möglich.

•   Hebammen bieten außerdem Kurse in Rückbildungsgymnastik, aufbauender Beckenbodengymnastik, natürlicher Familienplanung und Babymassage an.