Vom Hundemädchen in Not zum taffen Board-Hund

Hündin Edda macht auf der Cap San Diego die harten Seemänner weich

Kleines Pudelmädchen auf großem Schiff Edda auf der Cap San Diego
00:48 min
Edda auf der Cap San Diego
Kleines Pudelmädchen auf großem Schiff

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von Lynn Michel und Chiara Noculak

Süße Löckchen, große Augen und schon eine Menge erlebt: Die junge Hündin Edda wurde aus der Welpen-Mafia befreit und genießt nun ihr Hundeleben bei Frauchen auf der Cap San Diego im Hamburger Hafen. Wie es sich anhört, wenn ein echter Seemann von der süßen Hündin schwärmt, zeigen wir im Video.

Hündin wurde von Tierschützern gerettet

Gerade einmal 19 Wochen ist das kleine Zwergpudel-Mädchen Edda alt. Über illegalen Welpenhandel kommt sie nach Deutschland, wird von Tierschützern gerettet und landet nach vier Wochen Quarantäne bei ihrem neuen Frauchen Gesa Rädeker. Die 54-Jährige ist Board-Managerin der Cap San Diego. Von Eddas schwerem Start ins Leben ist nichts mehr zu sehen – neugierig hüpft die Kleine über das Schiff und erkundet ihre neue Umgebung. „Edda ist jetzt meine Begleitung hier an Board“, erklärt Frauchen im Gespräch mit RTL und ist sichtlich stolz darüber, wie robust und offen ihr kleiner Hund ist: "Sie ist eine taffe kleine Hündin und das finde ich großartig."

Edda erweicht die Herzen der Seemänner

Nicht nur bei Besitzerin Gesa Rädeker kommt Hündin Edda richtig gut an.
Nicht nur bei Besitzerin Gesa Rädeker kommt Hündin Edda richtig gut an.
RTL Nord

Auch bei dem Rest der Crew kommt Edda richtig gut an. Alle unterstützen das Projekt „Board-Hund“ und freuen sich immer, wenn das kleine Pudel-Mädchen ihre Runden auf dem Schiff dreht und sich ihre Streicheleinheiten abholt. Sogar vor den harten Jungs im Maschinenraum schreckt Edda nicht zurück und hat sich auch dort schon in die Herzen geschlichen. „Dass er Teil einer Seemannschaft ist, macht einen Board-Hund aus, und das kann Edda“, erklärt Gesa Rädeker. Und so mutig wie die kleine Hündin Stück für Stück das Schiff erkundet, ist klar: Hier fühlt sich Edda pudelwohl.

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RTL Nord

Zu früh von der Mutter getrennt, krank, ungeimpft und nicht sozialisiert – Eddas Schicksal teilen nahezu alle Welpen, die durch illegalen Handeln nach Deutschland kommen. Viele dieser Welpen landen in Tierheimen und müssen erst mal aufgepäppelt werden. „Die geretteten Welpen müssen erst mal in Quarantäne“, erklärt Dr. Urte Inkmann, die leitende Tierärztin des Hamburger Tierschutzvereins, im RTL-Interview. Aber auch dann ist nicht sicher, dass alle überleben: „Viele schaffen es leider gar nicht, weil sie verwurmt sind oder andere Krankheiten haben.“

Lese-Tipp: So erkennen sie unseriöse Welpenhändler.

Sieht man auf Fotos im Internet nur die Welpen, keine Elterntiere oder Umgebung, sind das erste Anzeichen dafür, dass hinter der Anzeige illegale Händler stecken können. Findet man eine derartige Anzeige im Internet, rät Dr. Urte Inkmann dazu, Behörde und Polizei zu informieren – viel mehr könne man leider nicht tun. Umso wichtiger ist es aufzuklären und dafür zu sorgen, dass keine Hunde mehr über Kleinanzeigen gekauft werden.