Sprinter Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah von Teilnahme selbst überrascht

Sie sind Deutschlands schnellste Olympioniken

21. Juli 2021 - 16:34 Uhr

Beste Freunde und härteste Konkurrenten

Die beiden Sprint-Talente Owen Ansah (20) aus Hamburg und Lucas Ansah-Peprah (21) aus Stuttgart haben sich gesucht und gefunden: Die HSV-Leichtathleten mit ghanaischen Wurzeln trainieren mittlerweile nicht nur gemeinsam in der Hansestadt, auch abseits des Trainings verstehen sie sich ausgezeichnet und sind sehr eng befreundet. Bei den 100m und 200m Sprint-Wettbewerben sind sie eigentlich immer direkte Konkurrenten, bei den Olympischen Spielen laufen sie aber gemeinsam in der 4x100m-Staffel.

Auch ihr Trainer ist kein Unbekannter und hat schon an Olympia teilgenommen. Wie er die Beiden auf die Spiele vorbereitet, sehen Sie im Video.

Erstmals zwei Sprinter aus Hamburg

Das gab es noch nie: Für Olympia sind gleich zwei Hamburger Läufer gemeldet. Ihr Ticket für die auf dieses Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio haben Lucas und Owen bei den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig geholt. Lucas gewinnt das 100 Meter Finale in unfassbaren 10,24 Sekunden. Owen wird Erster über 200 Meter in 20,98 Sekunden.

Wunderläufer konnten es kaum glauben

Für die Beiden kam die Olympiateilnahme überraschend, zumal sie erst im Teenageralter mit der Leichtathletik angefangen haben. "Es war erstmal so ein Traum, der jetzt in Erfüllung geht. Ich kann mittlerweile sagen, dass ich es realisiert habe", sagt Owen im RTL Nord-Interview. Anders sieht es bei Lucas aus: "Als die offizielle Nominierung rausgekommen ist, konnte man das immer noch nicht realisieren, dass man zu den Olympischen Spielen fliegt."

Auch die Pandemie kam den beiden in dieser Hinsicht zugute, denn: Hätten die Olympischen Spiele wie geplant letztes Jahr stattgefunden, wären die beiden Sprinter wohl nicht dabei gewesen. So hatten sie aber noch mehr Zeit, sich weiter zu verbessern und sich zu qualifizieren.

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Nicht die einzigen Olympia-Teilnehmer aus dem Norden

Nicht nur in der Sprintdisziplin ist der Norden in Tokio dabei. Auf dem Wasser vertreten Luise Wanser und Anastasiya Winkel beim Segeln in der 470er Klasse Deutschland. In der Schwimm-Staffel ist die gerade mal 19-jährige Schülerin Hannah Küchler aus Hamburg mit dabei. Da kann der Norden wahrhaft stolz auf seine Olympioniken sein.

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