Naturschützer wehren sich

Seltene Vogelart in Gefahr? Zoff um Bauprojekt in Meldorf

Das Bauprojekt könnte diese Vogelarten gefährden Bürgerinitiative will sie retten
00:59 min
Bürgerinitiative will sie retten
Das Bauprojekt könnte diese Vogelarten gefährden

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von Jule Jänsch, Katharina Steinhöfel und Lina Johannsson

Die einen wollen den Tourismus fördern, die anderen sehen ein Naturschutzgebiet bedroht. In Meldorf in Kreis Dithmarschen gibt es Zoff um ein Bauprojekt. Das soll in unmittelbarer Nähe des Speicherkoogs entstehen. Welche bedrohten Arten hier noch ihren Lebensraum finden, sehen Sie im Video.

Ferienappartements geplant

Das Naturschutzgebiet Speicherkoog ist ein Rast- und Brutrevier nahe Meldorf, indem viele Vogelarten und besonders Bodenbrüter noch ungestört leben können. Jetzt soll eine angrenzende Wiese touristisch erschlossen werden. Unter anderem die Naturschützerin Wencke Lehmacher wehrt sich dagegen: "Auf dieser angrenzenden Wiese sollen insgesamt 70 Ferienappartements und am angrenzenden Hafen Hausboote entstehen. Es geht nicht um die Wiese, sondern die Auswirkungen für das ganze Gebiet“, verrät sie im RTL-Interview.

Die Stadt Meldorf befürwortet das Projekt

Doch nicht alle stehen den Plänen kritisch entgegen. Meldorfs Bürgermeisterin Uta Bielfeldt von der SPD sagt: „Wir brauchen hier einen gewissen Lauf an Menschen, damit unsere Fachhandelsgeschäfte, unsere Einzelhandelsgeschäfte auch für uns quasi gut überleben können.
Und das verspreche ich mir schon von einem zunehmenden Tourismus.“ Auch Horst-Walter Roth setzt sich für das Projekt ein. Er ist einer der sechs Investoren, die die Feriensiedlung bauen wollen, um die Region, wie er sagt, „touristisch voran zu bringen.“

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Bürgerinitiative sammelt Unterschriften

Damit die geplanten Wohnungen nicht zustande kommen und die Natur weiterhin geschützt bleibt, sammeln Mitglieder der Bürgerinitiative jetzt Unterschriften für ein Bürgerbegehren. Insgesamt brauchen sie 800 Unterschriften, nach eigenen Angaben haben sie schon 850 Unterschriften. Die haben sie jetzt der Stadt übergeben. Danach könnten die Meldorferinnen und Meldorfer in einem Bürgerentscheid für oder gegen das Projekt stimmen.