Repräsentative Studie zeigt

"Schuld sind immer die anderen!" Das sind die häufigsten Ursachen für Autounfälle

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Die Mehrheit der Befragten sieht die größte Unfallgefahr in anderen Verkehrsteilnehmern - dabei liegt es oft an der eigenen Aufmerksamkeit.
Daniel Bujack - Fotolia

Jeder vierte Autofahrer hat in den letzten drei Jahren einen Unfall oder eine gefährliche Situation im Straßenverkehr erlebt. Schuld sind laut einer Umfrage der Direktversicherung DA Direkt und des Marktforschungsinstituts „infas quo“ allerdings immer die anderen. Kann das sein? Welche Gründe wirklich hinter Autounfällen stecken.

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"Schuld sind immer die anderen"

Kommt es im Straßenverkehr zu einem Unfall, wird die Schuld gerne erst mal auf andere geschoben: Sei es der zu schnelle Fahrradfahrer, ein versteckter Fußgänger, andere Autofahrer oder der öffentliche Nahverkehr, der einen abgelenkt hat – 58 Prozent der 2.030 deutschen Autofahrer, die im Rahmen der repräsentativen Studie befragt wurden, sehen das größte Unfallrisiko bei anderen Verkehrsteilnehmern. Nur 21 Prozent hinterfragen auch die eigene Leistung.

„Schuld sind immer die anderen. Doch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ist jeder Einzelne gefordert, sich seiner Verantwortung als Verkehrsteilnehmerin und Verkehrsteilnehmer bewusst zu sein“, sagt Peter Stockhorst, Geschäftsführer von DA Direkt, in einer Pressemitteilung des Versicherers.

Gründe für Autounfälle: Schlechtes Wetter, zu schnelles Fahren - und Ablenkung

Die tatsächlich Ursachen für Autounfälle sind allerdings andere. Neben schlechtem Wetter (29 Prozent) und zu schnellem Fahren (22 Prozent) ist die Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr Ablenkung (22 Prozent) – und zwar vom Fahrer selbst!

Und auch wenn es nicht direkt zum Unfall kommt: 54 Prozent der Befragten führen am Steuer mindestens eine als ablenkend eingestufte Tätigkeit aus. Dazu zählen beispielsweise Radio hören (38 Prozent), Telefonate (zehn Prozent), Essen oder Trinken (zehn Prozent) bis hin zur Bedienung von Bordcomputer (elf Prozent) und Smartphone. 17 Prozent aller Befragten greifen der Studie zufolge bei fast jeder Fahrt zu diesem Klassiker der Ablenkung, weitere 18 Prozent tun dies gelegentlich.

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"Jeder Unfall durch Ablenkung ist potenziell vermeidbar"

Eine gute Nachricht gibt es aber: Zwar ist die regelmäßige Smartphone-Nutzung am Steuer bei den 18- bis 29-Jährigen immer noch überdurchschnittlich, im Vergleich zu 2021 ist der Wert aber um neun Prozent gesunken. Im Jahr 2020 war der Griff zum Handy während der Fahrt sogar noch für 37 Prozent alltäglich.

Dass die Smartphone-Nutzung am Steuer bei jungen Menschen auf ein Rekordtief gesunken sei, deute auf ein stattfindendes Umdenken hin, heißt es in der Pressemitteilung. „Jeder Unfall durch Ablenkung ist potenziell vermeidbar.“ (akr)