Rechtsschutzversicherung: Kurz und knapp erklärt - das muss man wissen

07. Januar 2018 - 11:07 Uhr

Das leistet die Rechtsschutzversicherung

Recht haben und Recht bekommen - das sind zwei komplett unterschiedliche Dinge in vielen Lebensbereichen. Und wer bereits einen Zivilprozess führen musste, weiß: Das kann ganz schön teuer werden. Wir erklären Ihnen im Video, was die Rechtsschutzversicherung bezahlt - und was nicht.

Die besten Rechtsschutzversicherungen im Überblick

Die Zeitschrift Finanztest hat 2017 die Leistungen von Rechtsschutzversicherungen genauer verglichen. Getestet wurden Familienpakete für die Lebensbereiche Privat, Beruf und Verkehr. Praktisch: Bei den Familienpaketen sind neben dem Versicherungskunden auch Partner und Kinder mitversichert. Laut Finanztest zeichnet sich ein guter Versicherungsschutz vor allem dadurch aus, dass er in möglichst vielen Lebenslagen Rechtsschutz bietet und damit die Anwaltskosten und auch Gerichtskosten übernimmt - und das kann viel Geld sein.

Eine Beispielsrechnung: Bereits bei einem Streitwert von 10.000 Euro liegt das Prozesskostenrisiko bei 3.659,09 Euro. Verliert der Kläger (oder Beklagte) vor Gericht, muss er die gesamten Prozesskosten bezahlen. Das wären die eigenen Anwaltskosten in Höhe von 1.252,24 Euro, die gegnerischen Anwaltskosten in Höhe von 1.683,85 Euro und Gerichtskosten in Höhe von 723 Euro. Wer sein Recht durch alle Instanzen erstreiten möchte oder sogar muss und am Ende verliert, trägt bei einem Streitwert von 10.000 Euro ein Gesamtkostenrisiko von 15.575,40 Euro. Und genau diesen Betrag würde die Rechtsschutzversicherung bei einer Deckungszusage über alle Instanzen hinweg übernehmen.

Finanztest empfiehlt folgende gute Rechtsschutzversicherungen:

  • Allianz PBV Best, Note 1,6 (539 bis 613 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)
  • DAS/Ergo Premium, Note 1,6 (404 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)
  • WGV PBV Optimal, Note 1,6 (244 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)
  • Advocard 360 Grad Privat, Note 1,7 (460 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)

Folgende Rechtsschutzversicherungen schneiden beim Finanztest-Vergleich mangelhaft ab:

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:
  • VGH PBV, Note 4,6 (261 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)
  • NRV Top, Note 4,9 (334 Euro Jahresbeitrag bei 150 Euro Selbstbeteiligung)