Raucher durch Corona besonders gefährdet

Ein Mann nimmt eine Zigarette aus einer Zigarettenschachtel. Foto: Christin Klose/dpa-tmn/Symbolbild
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10. Mai 2020 - 10:08 Uhr

Rauchstopp in Corona-Zeiten: Experten rufen angesichts der Coronavirus-Pandemie dazu auf, mit dem Rauchen aufzuhören. "Man ist als Raucher zwar keinem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Aber wenn man an Corona erkrankt, macht es einen Unterschied, ob man raucht", sagte der Chemnitzer Suchtforscher Stephan Mühlig der Deutschen Presse-Agentur. Der Leiter der Raucherambulanz Chemnitz kämpft seit Jahren mit weiteren renommierten Tabakforschern aus ganz Deutschland gegen das Rauchen.

Demnach seien Raucherinnen und Raucher derzeit besonders gefährdet. "Gerade die Lunge wird durch das Coronavirus anscheinend besonders stark angegriffen", erläuterte Mühlig. Bei einer kaputten Lunge werde die Sauerstoffaufnahme zum Problem. "Da hilft dann auch keine künstliche Beatmung mehr", sagte der Wissenschaftler. Die Zahl der Raucher ist seit Jahren relativ konstant: Laut Drogen- und Suchtbericht 2019 rauchen etwa 20 Millionen Deutsche. In Sachsen raucht nach Angaben des Statistischen Landesamts jeder Fünfte.

Quelle: DPA