Auch an seinen beiden Geschwistern soll sie sich vergangen haben

Zweifach-Mutter (33) soll Jungen (8) missbraucht und ihm eine Schwangerschaft vorgetäuscht haben

18. März 2021 - 8:43 Uhr

Verstörender Fall vor dem Landgericht Duisburg

Was ging in dieser Frau vor? Ramona B. soll jahrelang drei Kinder aus ihrer Nachbarschaft sexuell missbraucht haben. Ihr jüngstes Opfer war laut Staatsanwaltschaft erst acht Jahre alt. Jetzt steht die 33-Jährige vor dem Duisburger Landgericht.

Kinder der Angeklagten nicht viel jünger als ihre Opfer

Ramona B. ist zweifache Mutter. Ihre Kinder sind nicht viel jünger, als die drei Geschwister aus ihrer Nachbarschaft. Das hielt die Frau offenbar nicht davon ab, sich über Jahre an zwei Jungs und deren Schwester zu vergehen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, die Kinder von März 2014 bis April 2019 mindestens 24 Mal sexuell missbraucht zu haben.

Der Anklage zufolge hat Ramona B. über Jahre hinweg mit den beiden Jungen geschlafen. Zu Beginn des Missbrauchs soll der jüngste von ihnen erst acht Jahre alt gewesen sein. Um nicht aufzufliegen, soll sie den Grundschüler massiv unter Druck gesetzt und vorgetäuscht haben, schwanger zu sein. Ramona B. soll ihm als Beweis eine Fotomontage geschickt haben, die sie dabei zeigt, wie sie ein Kind in eine Babyklappe legt.

Angeblich soll sie gedroht haben, sich umzubringen, wenn der Junge sie verlasse. Seinem 14-jährigen Bruder soll die Angeklagte Nacktfotos von sich geschickt haben. Die Schwester der beiden Brüder soll sie in eine Wohnung gelockt, mit Alkohol gefügig gemacht und mit einem Sexspielzeug vergewaltigt haben.

Ramona B. bricht immer wieder in Tränen aus

Während ihrer Aussage vor Gericht bricht Ramona B. immer wieder in Tränen aus. Sie gibt zu, wenige Male mit einem der Jungen geschlafen zu haben. Er sei in sie verliebt gewesen und habe den Kontakt zu ihr gesucht, behauptet sie. Die anderen Taten bestreitet die Angeklagte. An ihren eigenen Kindern soll sie sich nicht vergangen haben. Das Gericht könnte Ramona B. zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren verurteilen. Die Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen