Seine positive Energie ist beeindruckend

Querschnittsgelähmt nach Trampolinsturz: So kämpft sich Nathan zurück ins Leben

24. September 2021 - 15:26 Uhr

"Das Leben könnte wesentlich schlimmer sein"

Der 23. Juni 2019 ist ein Sommertag wie jeder andere und doch ändert er alles – für Nathan beginnt ein neues Leben: Wie so oft macht er einen Doppel-Salto auf dem Trampolin in seinem Garten, doch er kommt falsch auf und bricht sich die Halswirbelsäule. Anfangs muss er beatmet werden und liegt im künstlichen Koma. Nach unzähligen Operationen, Therapien und einer Reha kämpft er sich ins Leben zurück. Er sitzt im Rollstuhl, kann weder Arme noch Beine bewegen. Gemeinsam mit seiner Familie und seiner Freundin Ronja kann er heute wieder lachen. Wie er es geschafft hat, so positiv zu bleiben, verrät er uns im Video.

Nathan wird nie wieder laufen können

Etwa 2300 bis 2500 neue Fälle von Querschnittlähmungen gibt es jährlich in Deutschland. In der Unfallklinik Murnau, wo Nathan behandelt wurde, erinnert man sich gut an seinen Fall. Er kam durch einen unglücklichen Sturz so auf dem Trampolin auf, dass seine Wirbelsäule im oberen Bereich gebrochen ist. Je weiter oben an der Wirbelsäule der Bruch stattfindet, desto mehr Körperteile sind von der Lähmung betroffen. Nathan wird wohl nie wieder laufen oder die Arme bewegen können. Aber dass er mittlerweile eigenständig atmen kann, ist ein großes Glück.

Durch Hilfsmittel wie Elektrorollstühle und andere, digitale Gadgets können Betroffene sich in vielen Situationen weitgehend selbstständig bewegen. Seinen Rollstuhl lenkt Nathan über einen Sensor mit dem Mund. Ein weiteres Hilfsmittel ist eine spezielle Brille, die ebenfalls mit einem Sensor für den Mund ausgestattet ist. Mit ihr kann Nathan digital Hausaufgaben erledigen, lernen, Nachrichten schreiben und Filme schauen. Ein junger Mann mit großen Zielen – ob mit oder ohne Rollstuhl. (lho)