„Ich bin hier, um Entscheidungen zu treffen"

PSG-Star Lionel Messi wird ausgewechselt und sorgt für Aufregung - Klare Ansage von Coach Pochettino

Unglücklich über seine Auswechslung: Lionel Messi.
Unglücklich über seine Auswechslung: Lionel Messi.
© deutsche presse agentur

20. September 2021 - 11:00 Uhr

Oh, oh, oh....

Oha, gibt es etwa Stunk beim Mega-Ensemble? Nun, es scheint fast so. Zumindest wirkte Lionel Messi alles andere als glücklich, als er am Sonntagabend im Spiel von Paris St. Germain gegen Olympique Lyon ausgewechselt werden muss. Coach Mauricio Pochettino bemüht sich danach die Szene aufzuklären. Er macht allerdings auch ziemlich unmissverständliche Ansage.

"... ob es einem gefällt oder nicht“

PSG's Mauro Icardi celebrates scoring his side's second goal during the French League One soccer match between Paris Saint-Germain and Lyon at the Parc des Princes in Paris Sunday, Sept. 19, 2021. (AP Photo/Francois Mori)
Mauro Icardi erzielte den Siegtreffer.
© AP, Francois Mori, TH

Der Argentinier bemühte sich nach Schlusspfiff sehr schnell hat die Auswechslung seines neuen Stars richtig einzuordnen "Ich bin hier, um Entscheidungen zu treffen. Wir müssen Entscheidungen treffen, ob es einem gefällt oder nicht." Es gehe um das Wohl des Teams. Pochettino hatte Messi in der 75. Minute vom Feld genommen, sein Landsmann schien mit dieser Entscheidung gar nicht einverstanden zu sein. "Ich habe ihn gefragt, wie es ihm geht. Er hat mir gesagt, dass es ihm gut geht, ohne Probleme", sagte Pochettino.

Mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel baute PSG seine perfekte Bilanz in der Liga aus. Gegen Lyon mit Jérôme Boateng machte Mauro Icardi in der dritten Minute der Nachspielzeit den Erfolg perfekt. Zuvor glich Neymar per Elfmeter aus (66.), nachdem die Gäste durch Lucas Paqueta (53.) in Führung gegangen waren. Nach der Partie wurde vor allem über die Auswechslung Messis gesprochen. "Manchmal sind die Entscheidungen positiv, manchmal nicht", sagte Pochettino. Den Siegtorschützen Icardi wechselte er in der 81. Minute ein.

Bei Lyon hatte Trainer Peter Bosz Boateng wie zuletzt schon in der Europa League gegen die Glasgow Rangers in der Anfangsformation aufgeboten. Im Abwehrzentrum bekam es der 33-Jährige damit immer wieder mit den PSG-Stars Messi, Kylian Mbappé und Neymar zu tun. Bei Messis Freistoß an die Latte (37.) war auch der langjährige Münchner allerdings nur machtloser Zuschauer. Bosz war mit der Elfmeter-Entscheidung vor dem 1:1 nicht einverstanden. "Es ist nicht Malo, der Neymar foult. Neymar drückt ihn mit der Hand und foult ihn. Ich verstehe, wenn der Schiedsrichter das nicht sieht, aber dafür gibt es den VAR", sagte Lyons Trainer. (tno/dpa)