Rezepte der Influencerin in „You deserve this“

Promi-Kochbuch-Check: Pamela Reif zeigt ihre besten Bowls

Pamela Reif isst am liebsten Bowl - und zwar ohne Industriezucker
© Community Editions/Foto: Anna Heupel, Anna Heupel

07. Juli 2020 - 15:26 Uhr

Von der Fitness-Bloggerin zur Bowl-Expertin

Als durchtrainierter Promi einen Yoga- oder Sportratgeber zu schreiben, gehört heute schon fast zum guten Ton. Hat Fitness-Bloggerin Pamela Reif blutjung schon gemacht, sogar mit ein paar Rezepten drin ("Strong & Beautiful"* heißt das Buch). Jetzt konzentriert sie sich mit ihrem Kochbuch auf Tipps für eine gesunde Ernährung. Das Buch von 2019 ist schon in der zweiten Auflage erschienen, weil es zeitweilig ausverkauft und nur über eine Warteliste zu kriegen war. Verrückt! Was also bietet der Bestseller "You deserve this"🛒 von Pamela Reif?

von Mireilla Zirpins

Woher muss ich Pamela Reif kennen?

Instagram und Youtube, wo die 23-Jährige mit Einser-Abi seit Jahren schon Workouts zeigt – gerne mit Bauchfrei-Bildern. Oder aus der Werbung, denn die 1,65 Meter kleine Blondine mit dem gestählten Körper modelt auch. Neuerdings hat sie auch einen Food-Kanal bei Instagram.

Pamela Reifs Motto:

"Wieso jetzt ein Kochbuch? Gibt es davon nicht genug? Ja. Vielleicht. Ich würde niemals behaupten, dass mein Buch soooo viel besser ist als alle anderen", schreibt Pamela Reif im Vorwort. Sie will ihre Leser motivieren, auf ihren Körper zu hören. Damit sie essen, was er braucht. Und nicht Zuckerzeugs und Fertiggerichte. Hier will sie mit gutem Beispiel vorangehen. Wie ihr täglicher Speiseplan aussieht, hat uns Pamela erzählt, als sie ihr Buch im Herbst 2019 bei der Buchmesse in Frankfurt vorstellte. Das Interview sehen Sie weiter unten im Video.

Alleinstellungsmerkmal:

Ausschließlich Bowls. Gut, gibt es in anderen Kochbüchern auch. Dieses ist aber mit Pamela Reif. Und die bewundern viele für ihren durchtrainierten Body.

Was kocht sie so?

Die Peanut-Butter-and-Jelly-Bowl von Pamela Reif - beerig-cremige 490 Kalorien.
Die Peanut-Butter-and-Jelly-Bowl von Pamela Reif - beerig-cremige 490 Kalorien.
© Community Editions/Foto: Pamela Reif, Pamela Reif

Bowls, viele davon Porridges oder Smoothie Bowls, zum Beispiel Peanut-Butter-and-Jelly-Bowl – ein Porridge mit Erdnussbutter und Beerenmarmelade – oder eine Kurkuma-Latte-Creme auf Mango-Basis. Aber auch feste Nahrung wird hier geschüsselt: Spinat-Kichererbsen-Pfannkuchen mit Avocado und pochiertem Ei.

Was macht an zum Nachmachen?

Gemüsekuchen von Pamela Reif: Püriertes Gemüse mit etwas Ei und weiterem Gemüse, Kräutern und Kernen. Perfekt zur Resteverwertung.
Gemüsekuchen von Pamela Reif: Püriertes Gemüse mit etwas Ei und weiterem Gemüse, Kräutern und Kernen. Perfekt zur Resteverwertung.
© Community Editions/Foto: Pamela Reif, Pamela Reif

Die veganen Linsen-Burger-Pattys mit Süßkartoffelpommes und Cashew-Dip, der Quinoa-Mandel-Kaiserschmarrn mit selbst gemachter Marmelade oder der Gemüsekuchen, eine im Schälchen gebackene Frittata mit püriertem Gemüse.

Fan-Service:

Persönliche Ansprache von Pamela, Infos über ihre Ernährungsgewohnheiten und jede Menge Fotos von der Insta-Ikone.

Für wen ist es was?

Pamela Reifs beerige Ofen-Bowl mit Schoko-Kokos-Crumble.
Tatsächlich bei der Resteverwertung entstanden: das Rezept für Pamela Reifs beerige Ofen-Bowl mit Schoko-Kokos-Crumble.
© Community Editions/Foto: Pamela Reif, Pamela Reif

Für Fans der Bloggerin und Bowl- und Trendfood-Liebhaber, sofern sie gern löffeln, da viele der Gerichte eine cremige Konsistenz haben. Auch perfekt für Kochanfänger, die sich nicht scheuen, ein paar teure Zutaten zu kaufen und zu schnippeln, aber nicht gern stundenlang was kunstvoll schmoren.

Womit sie punktet:

Die Food-Fotos hat sie zusammen mit einer Social-Media-Mitarbeiterin selbst gemacht – inklusive Foodstyling ohne Haarspray und Kleber, wie sie betont. Die sehen super aus. Dazu gibt sie auf 40 Seiten eine Einführung in eine gesunde Ernährung, an der im Großen und Ganzen vieles richtig ist – gerade für junge Follower, die nicht so wissen, woher ihr Essen kommt, eine prima Sache. Die bekommen hier sogar Nährwertangaben, allerdings ohne den Zuckergehalt.

Was man sich noch gewünscht hätte:

Wenn man kein Fan ist, wäre das eine oder andere Pamela-Foto verzichtbar gewesen – etwa das mit den geviertelten Melonen vor den Brüsten oder das gleiche Motiv mit zwei Kürbissen. Und man stolpert über ein paar Inkonsistenzen: Werbung für ihr eigenes Açai-Püree mit Früchten aus dem brasilianischen Regenwald, während sie in der Einleitung zum lokalen Shoppen motiviert.

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