Eigentlich ist Veronica Ferres bei unserem Interview über den Dächern Münchens zunächst noch völlig entspannt. Aber dann merken wir ihr an, dass da etwas ist, dass ihr Sorgen macht...
Wir treffen die 60-Jährige, um mit ihr im Hotel „Bayrischer Hof“ über die neuen Folgen der RTL-Krimireihe „Alpentod“ und ihre Karriere zu sprechen. Aber dann sagt uns Veronica Ferres auf einmal, dass ihre Tochter Lilly genau darunter leide.
Denn die höre bei ihrer Schauspielkarriere immer wieder diese Stimmen die sagen: Den Erfolg hat sie doch nur ihrer berühmten Mutter zu verdanken.
„Ich finde diese ganze Diskussion sehr, sehr problematisch, weil in anderen Berufssparten wird es nicht kritisiert.“
In die Fußstapfen einer berühmten Mutter zu treten? Da habe es Lilly Krug, die als Schauspielerin in den USA lebt, besonders schwer. Dabei hat die 24-jährige längst eigene Erfolge ohne Mamas Hilfe vorzuweisen.
In einem früheren Interview sagt sie uns, wie beharrlich sie darauf hinarbeiten musste: „Wenn du es durch die schwere Zeit schaffst und einfach die Geduld hast, das musste ich auch lernen. Und einfach immer dran bleibst, immer dein Bestes gibst. Irgendwas wird schon passieren.“
Diese Entspanntheit hat Lilly wohl von ihrer Mutter. Und da ist DIE mächtig stolz drauf: „Und da ist sie starr und stur genug, dass sie einfach ihren eigenen Weg geht.“
Und das will die 60-jährige jetzt auch selbst machen. Zumindest in ihrer Rolle als Ermittlerin Birgit Reincke in der RTL-Krimi-Reihe „Alpentod“. In der ihr heute Abend um 20.15 Uhr eine Leiche und ein abgebranntes Haus Rätsel aufgeben: „wie schnell kann so ein Holzhaus abbrennen? Sind zehn Minuten da nicht völlig unrealistisch?“
„Ich bin glaube ich, ein freches Kerlchen, die andere viel zum Lachen bringt und ich glaube, dass die Filme da mir auch ein bisschen gerecht werden.“ Als Kommissarin kämpft Veronica Ferres für Gerechtigkeit. Etwas, dass sie abseits der Kameras auch für ihre Tochter Lilly einfordert. Dass sie nicht als Tochter einer berühmten Mutter, sondern eben als eigenständige Schauspielerin wahrgenommen werden soll.