Ist das ein Schuldeingeständnis?

Prinz Andrew: Rücktritt von royalen Verpflichtungen & reuevoller Blick auf Epstein-Freundschaft

Prinz Andrew tritt von seinen royalen Verpflichtungen zurück.
© dpa, Swen Pförtner, hoh jol sab jkh jai kde wst fdt

22. November 2019 - 15:58 Uhr

Prinz Andrew zieht Konsequenzen

Der Skandal um Prinz Andrew (59) hat weite Kreise gezogen. Der Vorwurf: Zwischen 1999 und 2002 soll der Prinz eine damals erst 17-Jährige zum Sex mit ihm genötigt haben. Insgesamt drei Mal soll die Klägerin mit Prinz Andrew intim geworden sein. Publik geworden waren die Vorwürfe gegen den Prinzen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Der Prinz hatte die Vorwürfe abgewiesen, verstrickte sich bis zuletzt aber in ein Geflecht aus wirren, widersprüchlichen Aussagen. Jetzt aber scheint der 59-jährige Bruder von Prinz Charles (71) endlich Konsequenzen aus der Aufruhr zu ziehen. In einem offiziellen Statement des Palastes bittet Andrew seine Mutter Queen Elizabeth jetzt, von seinen royalen Verpflichtungen befreit zu werden.

Queen Elizabeth lässt ihren Sohn zuürcktreten

"Mir ist in den letzten Tagen klar geworden, dass meine damalige Verbindung zu Jeffrey Epstein große Schatten auf die Arbeit meiner Familie und die wertvolle Arbeit der vielen Organisationen und Charitys, die ich voller Stolz unterstütze, wirft", heißt es in dem offiziellen Statement. "Deshalb habe ich ihre Majestät gebeten, in absehbarer Zukunft von meinen royalen Verpflichtungen zurücktreten zu dürfen - und sie hat ihre Erlaubnis erteilt."

„Ich bin gewillt, den Behörden bei ihren Ermittlungen zu helfen“

"Ich bereue weiterhin zutiefst meine unbedachte Verbindung mit Jeffrey Epstein. Sein Selbstmord hat viele unbeantwortete Fragen hinterlassen, vor allem für seine Opfer, und ich habe größtes Mitgefühl mit jedem, der davon betroffen ist und mit der Sache abschließen möchte. Ich kann nur hoffen, dass die Opfer es mit der Zeit schaffen werden, ihre Leben wieder aufzubauen. Natürlich bin ich gewillt, den Behörden bei ihren Ermittlungen zu helfen, falls dies nötig sein sollte."

Mit diesem Schritt will wohl nun auch Prinz Andrew endlich mit der Geschichte abschließen. Während eines Interviews mit der BBC hatte Andrew zunächst bestritten, die ihn beschuldigende Amerikanerin am Tattag überhaupt getroffen zu haben. Sein Alibi: Er sei mit seiner Tochter Beatrice (31) Pizza essen gewesen.​ Auch der Buckingham Palace hatte alle Anschuldigungen gegen Prinz Andrew zurückgewiesen. Kommt der Rücktritt des Prinzen von öffentlichen Auftritten nun einem Schuldeingeständnis gleich?