Jeffrey Epstein tot in Zelle gefunden

Pädophiler US-Multimillionär begeht Selbstmord

© REUTERS, Handout ., CLH/

13. August 2019 - 9:54 Uhr

Tod in der Gefängniszelle

Der pädophile US-Multimillionär Jeffrey Epstein ist tot in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden worden. Die Strafverfolgungsbehörden gehen von einem Selbstmord aus, berichten die New York Post und weitere US-Medien. Epstein soll sich erhängt haben.

Suizidversuch von Jeffrey Epstein schon vor zwei Wochen?

Eine Bahre mit einem Mann, der aussah wie Epstein, sei gegen 7:30 Uhr aus dem Manhattan Correctional Center gerollt und zum New York Downtown Hospital gefahren worden. Zuvor, um 6:38 Uhr New Yorker Zeit, war nach Angaben der Feuerwehr eine Notruf eingegangen und ein Herzstillstand gemeldet worden.

Der 66-Jährige soll schon vor zwei Wochen einen Suizidversuch unternommen haben; er wurde mit Verletzungen am Nacken in seiner Zelle fast bewusstlos gefunden. Nach Angaben von cnbc.com soll er anschließend wegen der Selbstmordgefahr unter besondere Überwachung gestellt worden sein.

Jeffrey Epstein soll dutzende minderjährige Mädchen missbraucht haben

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hatte im Juli neue Vorwürfe gegen Epstein erhoben. Sie beschuldigt ihn, zwischen 2002 und 2005 dutzende minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Epstein plädierte auf nicht schuldig.

2008 war Epstein in dieser Sache bereits einem Bundesverfahren wegen Missbrauchsanschuldigungen entgangen, indem er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft auf Bundesebene einging. Dem Deal hatte der damalige Staatsanwalt in Florida, Alexander Acosta, zugestimmt – nach den neuen Vorwürfen gegen Epstein war dieser daraufhin als US-Arbeitsminister in der Regierung von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten.

Der 1953 in New York geborene Epstein hat unter anderem als Lehrer und Investmentbanker gearbeitet und sich immer gerne mit Stars und Politikern in der Öffentlichkeit gezeigt.

Wenn Sie Selbstmordgedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.