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Präsident Selenskyj empört über Angriff auf Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar – Russland will „uns alle auszulöschen“

Ukraine-Krieg

Selenskyj in Videobotschaft: Russland befiehlt "uns alle auszulöschen"

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer Videobotschaft auf seinem Telegram-Channel vom 02.03.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während einer Videobotschaft auf seinem Telegram-Channel vom 02.03.
deutsche presse agentur

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erhebt wegen des russischen Angriffskriegs neue Vorwürfe gegen den Kriegsgegner. Russland wolle die Ukraine und ihr Volk auslöschen. Außerdem verurteilte er den russischen Angriff auf die Völkermord-Gedenkstätte Babyn Jar aus dem Zweiten Weltkrieg. Zudem forderte Selenskyj mehr internationale Unterstützung.

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"Russland will die Ukraine, ihre Geschichte und ihr Volk auslöschen"

Einen Tag nach dem Angriff auf die Holocaust-Gedenkstätte in Kiew zeigte sich der ukrainische Präsident empört. „Dieser Angriff zeigt, dass für viele Menschen in Russland unser Kiew absolut fremd ist“, sagte Selenskyj. "Sie wissen gar nichts über Kiew, über unsere Geschichte. Aber sie alle haben den Befehl, unsere Geschichte, unser Land, uns alle auszulöschen", fügte er an.

Babyn Jar: Gedenkstätte für von Deutschen ermordete Juden

Im Zweiten Weltkrieg ermordeten die deutschen Besatzungstruppen in Babyn Jar zehntausende Juden – auch Frauen und Kinder. Für Selenskyj ist die schamlose Attacke auf die Gedenkstätte auch ein Angriff auf alle Ukrainer und Juden in der ganzen Welt. „Sehen Sie nicht, was passiert? Deshalb ist es jetzt sehr wichtig, dass Sie, Millionen Juden auf der ganzen Welt, nicht schweigen. Denn der Nazismus wird im Schweigen geboren. Schreien Sie es hinaus, dass Zivilisten ermordet werden, schreien Sie es hinaus, dass Ukrainer ermordet werden. Wir alle sind noch einmal durch Babyn Jar gestorben.“

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Selenskyj fordert mehr Unterstützung aus dem Westen

Der Präsident der Ukraine forderte in seiner Videobotschaft zudem den Westen auf, noch mehr Unterstützung für sein Land zu leisten. Die bisherige internationale Antwort auf die russische Invasion in der Ukraine sei nicht ausreichend. Der Beitritt der Ukraine zur EU sollte unterstützt werden, so Selenskyj. „Es ist nicht die Zeit, neutral zu sein.“