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Porno gegen Hodenkrebs: Techniker Krankenkasse präsentiert offensive Aufklärung

Damit Man(n) mehr Acht auf sich gibt

Porno gegen Hodenkrebs: Krankenkasse packt wichtiges Problem bei den Eiern

Offensive Aufklärung für Männer Für mehr Sensibilität

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von Paulina Drabinski und Kai Bülter

Die Techniker Krankenkasse hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen, um offensiv für eine größere Vorsorge-Sensibilität bei Männern zu werben: Eine eigens gecastete Porno-Darstellerin, Anny Aurora, erklärt im Video, wie Männer sich ganz einfach selbst am besten Stück abtasten können. Damit Man(n) nicht nur immer kann – sondern auch lange lebt!

Wie das funktioniert und warum Hodenkrebs-Vorsorge so wichtig ist, sehen Sie im Video.

Rund 4.000 Fälle im Jahr

Hodenkrebs ist eine Krankheit, die relativ selten auftritt , wie Urologe Prof. Dr. Klaus-Peter Dieckmann von der Asklepios Klinik in Hamburg-Altona gegenüber RTL erzählt. Die Heilungschancen seien sehr gut, rund 95 Prozent der Patienten werden wieder gesund – doch es gibt ein Problem, dass Männer sonst eher dankend annehmen: Sie kommen zu spät! „Die jüngeren Männer, die fühlen sich so stark und so jung – die gehen nicht zur Vorsorge und denken gar nicht daran, dass sie krank werden können. Das ist leider eine Erfahrung, die wir immer wieder machen“, so Prof. Dr. Dieckmann weiter. Generell gelte, wie bei jeder Krebs-Erkrankung: Je eher diese entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Hodenkrebs betrifft vor allem jüngere Männer

Während Prostatakrebs eher die Männer älteren Semesters trifft, sind es die Männer zwischen 20 und 45 Jahren, die in den meisten Fällen an Hodenkrebs erkranken. Auch Ex-Bundesligafussballspieler Marco Russ war vor 5 Jahren an Hodenkrebs erkrankt und hat damals offen im Interview darüber gesprochen.

Prof. Dr. Dieckmann empfiehlt Männern dringendst, sich ab dem 20. Lebensjahr einmal im Monat selbst abzutasten: Mit beiden Händen, zum Beispiel in einer warmen Umgebung nach der Dusche oder einem Bad. Dabei sucht Mann nach etwaigen Verhärtungen, Vergrößerungen oder Verknotungen. Generell gilt: Hodenkrebs ist Schicksal – Vererbung spielt eine kleine Rolle, aber es gebe nichts, was das Hoden-Krebs-Risiko sonst erhöhen würde, so Prof. Dr. Dieckmann.