Für angebliche Mediamarkt-Bestellung

Paypal-Schock: 800 Euro weg! So schützen Sie sich vor Hackern

11. Juni 2021 - 9:50 Uhr

Kerstin Hillemann

800 Euro sind für Kerstin Hillmann aus Mannheim ein kompletter Monatslohn. Entsprechend schockiert war sie, als ihr auf einmal genau diese Summe von ihrem Paypal-Konto abgebucht wurde – ohne, dass sie je etwas bestellt hatte. Das Geld ging für eine Lieferung nach Wuppertal an Mediamarkt. Sowohl der Elektronik-Riese als auch Paypal behaupten, alles sei ordnungsgemäß abgelaufen, doch offenbar hat sich jemand Fremdes Zugriff auf Kerstins Konto verschafft. Wie konnte das passieren? Und schafft es RTL-Reporter Robert Keckeis, Kerstin und ihrem Mann Marcio das Geld zurückzubringen? Den ganzen Fall sehen Sie im Video!

Vorsicht vor dieser Paypal-Falle

Kerstin ist ratlos, was mit ihren Daten passiert ist: "Wir sind in das Paypal-Konto reingegangen und haben festgestellt, dass auf einmal eine komplett andere Adresse drinsteht. Es wurden auf einmal Geschenkgutscheine mit ausgestellt, wo ich noch nicht mal wusste, dass das überhaupt geht", erklärt sie RTL im Interview.

Eine Taktik, mit der Betrüger häufig die Daten ihrer Opfer abgreifen, sind Phishing-Mails: Sie leiten auf gefälschte Portale zum Beispiel von Banken oder Paypal um. Sobald man sich dort mit seinen Zugangsdaten vermeintlich einloggt, hat man ungewollt sein Passwort übermittelt.

Kerstin und Marcio Hillmann gehen mit ihren Daten eigentlich sehr sorgfältig um. Auf ihrem Handy hat Kerstin die sogenannte Zwei-Faktor-Authenifizierung eingerichtet: Auf jede Bezahlung erfolgen zwei Warn-Meldungen per SMS und E-Mail, um zu garantieren, dass wirklich sie eine Bestellung aufgibt. Doch in dem 800-Euro-Fall herrschte Funkstille.

So schützen Sie ihre Paypal-Daten

  • Sie haben eine vermeintliche E-Mail von Paypal, Amazon und Co. bekommen? Bevor Sie darauf reagieren, sollten Sie sich die Nachricht immer genau anschauen. Was Anzeichen für Betrüger-Mails sind, erklären wir hier.
  • Vergeben Sie nur wirklich sichere Passwörter und wechseln Sie diese regelmäßig alle drei Monate. Alternativ können Sie einen Passwort-Manager verwenden.
  • Die Zwei-Faktor-Identifizierung macht es Hackern zusätzlich schwer, an Ihre Daten zu kommen.
  • Auf dieser Website der Hasso-Plattner-Stiftung können Sie überprüfen, ob Sie Opfer einer Phishing-Attacke wurden.
  • Sollte dies der Fall sein, wechseln Sie Ihre Passwörter, sperren ggf. Ihr Bankkonto und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – das geht auch online.
  • Kontaktieren Sie im Betrugsverdacht das entsprechende Unternehmen und bleiben Sie hartnäckig: "Beweispflichtig ist der Verkäufer. Ich muss nicht beweisen, dass ich keinen Vertrag abgeschlossen habe, sondern der andere muss beweisen, dass ich ihn abgeschlossen habe", erklärt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale. Genau das sei beim Onlinehandel für den Verkäufer schwierig, weshalb man dann die Gesamtumstände beurteilen müsse.(rka)

LESE-TIPP: Achtung, Abzock-Gefahr: Das sollten Sie bei einer Paypal-Zahlung unbedingt beachten!