Trainingsunterbrechungen und Ferrari-Bestzeit in Zandvoort

Oranje-Fans erleben zum zum Auftakt des Niederlande-GP ihr Rotes Wunder

Auf der Strecke gab Rot den Ton an - auf den Tribünen die Fans in Orange
Auf der Strecke gab Rot den Ton an - auf den Tribünen die Fans in Orange
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03. September 2021 - 17:05 Uhr

Leclerc Schnellster vor Sainz

Oranje sieht Rot: Statt Lokalheld Max Verstappen glänzten am ersten Trainingstag zum Grand Prix der Niederlande die Ferrari: Charles Leclerc sicherte sich die Bestzeit im 2. Freien Training vor seinem Teamkollegen Carlos Sainz. Für Verstappen sprang nur Rang 5 heraus – und daran war auch die Farbe Rot schuld: Rote Flaggen bremsten die Red-Bull-Star gleich zwei Mal aus.

Rotes-Flaggen-Festival in den Dünen von Zandvoort

Überhaupt geriet die Rückkehr der Formel 1 nach Zandvoort am ersten Tag zum Rote-Flaggen-Festival. Wegen Unterbrechungen standen die Boliden in beiden je einstündigen Trainingseinheiten fast ebenso lange in den Garagen, wie sie auf der Strecke zu sehen waren.

Das 1. Freie Training hatte Sebastian Vettel nach einem Defekt an seinem Aston Martin kaputt gelöscht. Umso mehr freuten sich die knapp 70.000 überwiegend in Orange gekleideten Fans am Nachmittag endlich auf PS-Action, mussten sich dann aber zunächst wieder gedulden: Die Session begann mit fünf Minuten Verspätung – und war nach vier Minuten auch schon wieder unterbrochen.

Hamilton hat früh Feierabend

Lewis Hamilton hatte gerade die zweischnellste Rundenzeit in den sandigen Dünenparcours gebrannt, als ihn die Technik seines Mercedes im Stich ließ: In Kurve 8 rollte der Weltmeister aus und musste seinen Arbeitstag beenden. Immerhin mussten seine Kollegen diesmal nur 10 Minuten warten, bis sie wieder Gas geben durften. Beim Defekt von Vettel in Training 1 hatte es fast 40 Minuten gedauert, bis sie wieder ihrer Arbeit nachgehen konnten.

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Weil die Uhr im Freien Training dabei weiter tickt, ging allen Teams viel Zeit zum Datensammeln auf der unbekannten Piste flöten. Vettel dürften die Verzögerungen zu Beginn der 2. Einheit dagegen gefallen haben - das gab seinen Mechaniker mehr Zeit, seinen Boliden wieder fit zu bekommen. Als es nach der von Hamilton ausgelösten Unterbrechung wieder weiterging, war auch Vettel wieder mit von der Partie.

Vettel zum Auftakt vor Hamilton

Am Ende landet der viermalige Champion und frisch gekürte "Elder Statesman" der Formel 1 auf Platz 10, knapp 2 Zehntel vor Hamilton, der nach seinem frühen Aus auf Position 11 durchgereicht wurde. In 1. Freien Training war der Brite noch der Schnellste gewesen. Im Nachmittagstableau tauchte kein Mercedes unter den Top 3 auf: Für Valtteri Bottas reichte es nur zu Platz 4 hinter Alpine-Pilot Esteban Ocon.

Verstappen hatte möglicherweise mehr in Motor und Reifen seines Red Bull, als die 1:11,264 Minuten, die im Platz 5 einbrachten. Doch immer dann, wenn er Anlauf zu einer schnellen Runde nahm, musste er wegen Roter Flaggen abbrechen.

Mick Schumacher schneller als beide Williams

"Das ist doch verrückt", rief der Red-Bull-Star nach einer halbe Stunde im Boxenfunk, "ich kriege keine einzige Runde zusammen." Sekunden zuvor hatte die Rennleitung die Session erneut unterbrochen. Grund diesmal: Nikita Mazepin war mit seinem Haas von der Strecke gerutscht und im Kiesbett gestrandete. Die Fahrer mussten für weitere fünf Minuten den Gasfuß ruhig halten.

Mazepin beendet die Einheit auf Rang 19 vor dem Überraschungszweiten von Spa-Francorchamps, Williams-Pilot George Russell. Mick Schumacher zog sich im zweiten Haas besser aus der Affäre: Er blieb als 17. auch noch vor dem zweiten Williams-Mann, Nicholas Latifi. (wwi)