Sommerspiele, die unter die Haut gehen

Diese Olympia-Momente haben uns besonders tief berührt

10. August 2021 - 6:18 Uhr

Tokios bewegendste Geschichten

Die Olympischen Spiele 2021 sind Geschichte. Doch viele Bilder werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben – herzerwärmende sowie erschütternde. Unsere emotionalsten Augenblicke des zweiwöchigen Olympia-Sommers zeigen wir oben im Video.

1. 14-Jährige holt Gold für ihre kranke Mutter

Sie ist erst 14 – und schon Olympiasiegerin. Doch Hongchan Quan würde wohl jedes Gold der Welt dafür eintauschen, damit ihre kranke Mama wieder gesund wird. Nur dafür, nur für sie, würde sie springen, sagte die Chinesin nach ihren drei perfekten Vorträgen vom 10-Meter-Turm, die sie auf den Olymp hieven. Unsere Herzen springen mit.

2. Olympiasieger der Herzen: Italiener und Katarer teilen sich Gold - und sind glücklich

Es kann nur einen Sieger geben? Auf keinen Fall! Dass doppeltes Gold auch doppeltes Glück bedeuten kann, zeigen eindrucksvoll die Hochspringer Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim. Der Italiener und der Katarer überspringen beide 2,37 m und scheitern dann jeweils an 2,39 m. Da beide die gleiche Anzahl an Fehlversuchen haben, teilen sie sich den Sieg, erhalten beide Gold – und liegen sich danach freudetrunken in den Armen. Doppelherz fürs Doppelgold.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

3. Stäbler holt zum Abschied die Bronzemedaille - und dann bricht es aus ihm heraus

Das beste kommt zum Schluss – sagt man so schön. Nun kann man trefflich darüber streiten, ob Bronze nun wirklich das Beste ist, im Fall von Ringer Frank Stäbler ist das aber vollkommen egal. Im letzten Wettkampf seiner Karriere und zuvor zwei medaillenlosen Olympia-Teilnahmen, schafft er es endlich, mit Bronze sein erstes Edelmetall nach Hause zu bringen. Überwältigt und unter Tränen sinkt er danach zu Boden. Vollendete Demut.

4. Das tragische Jahr unserer Gold-Heldin Julia Krajewski

Es war ein denkbar schicksalhafter Jahresbeginn für Julia Krajewski. Erst muss sie den Tod ihres Vaters verkraften, dann ihr Spitzenpferd in den Ruhestand schicken. Ein paar Monate später steht die Vielseitigkeits-Reiterin in Tokio ganz oben auf dem Treppchen und darf als erste Frau im Pferdesport-Dreikampf Olympia-Gold feiern. Die Medaille sei "ganz besonders für meinen Papa, der von oben zuguckt", sagte sie anschließend in einem emotionalen Interview, nachdem ihr schon unzählige Tränen der Rührung aus den Augen gekullert waren.

5. Wundervolles Olympia-Märchen: Turnstar Simone Biles holt Bronze nach mentalem Knockout

Sie liegt psychisch am Boden, doch dann hebt Simone Biles empor wie Phönix aus der Asche: Ihre Auferstehung, eines der vielen kleinen Wunder, die Tokio zu bieten hat. Einen Wettbewerb muss sie abbrechen, mehrere Starts absagen – den sexuellen Missbrauch durch ihren früheren Trainer hat sie "vielleicht im Hinterkopf", wie sie später sagt – doch dann kämpft sich der amerikanische Turnstar zurück, gewinnt Bronze am Schwebebalken. "Es hat mir die Welt bedeutet, da wieder rauszugehen", sagt Biles.