Reaktionen der Parteien nach 2. Triell

War das schon die Entscheidung?

Gerade Armin Laschet und Olaf Scholz lieferten sich im zweiten TV-Triell hitzige Debatten.
Gerade Armin Laschet und Olaf Scholz lieferten sich im zweiten TV-Triell hitzige Debatten.
© picture alliance/dpa/dpa-Pool, Michael Kappeler

13. September 2021 - 16:17 Uhr

Scholz in der Pole-Position

Fast elf Millionen Menschen verfolgten das zweite Triell zwischen Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz. Vor allem zwischen Laschet und Scholz entwickelten sich teilweise sehr hitzige Diskussionen, viele Stimmen sagen, dass es mittlerweile nur noch einen Zweikampf um den Einzug ins Kanzleramt gibt. In der Pole-Position derzeit: Olaf Scholz. Gerade die Union ist sich aber sicher, dass das Rennen längst noch nicht beendet ist.

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Klingbeil wettert gegen Laschets "aggressiven" Auftritt

Lars Klingbeil war am Tag nach dem Triell zufrieden. "Die Menschen wollen einen Staatsmann, jemanden der Kompetenz ausstrahlt, jemanden, der die Menschen zusammenbringen kann und Brücken baut in diesem Land und das ist gestern sehr deutlich geworden, dass Olaf Scholz derjenige ist, der souverän auftritt, der die Menschen zusammenbringt", analysiert der SPD-Generalsekretär im RTL/ntv-Interview und machte deutlich, was er von dem angriffslustigen Auftritt Armin Laschets hielt: "Wir haben gestern einen Kanzlerkandidaten der Union gesehen, der völlig überzogen hat, der aggressiv war, der dünnhäutig war. Und das ist nicht das, was die Menschen wollen."

+++ Kommentar zum 2. TV-Triell: Es ist für Armin Laschet noch nicht vorbei +++

CDU feiert Laschet als Triell-Sieger

Anders sieht das natürlich der Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak: "Es war ein starker Auftritt von ihm gestern in diesem Triell. Und zwar, weil er auf Inhalte gesetzt hat, klar gesagt hat, wohin er das Land führen möchte.", sagte RTL/ntv. Auch CSU-Chef Markus Söder twitterte: "Das war ein überzeugender Auftritt und klarer Punktsieg für Armin Laschet. Das ist eine Trendwende und gibt Rückenwind für den Schlussspurt."

Dennoch: in einer ZDF-Blitzumfrage landete Laschet wieder auf dem dritten Platz. Ziemiak interpretiert die Zahlen aber folgend: "Wir haben mittlerweile hunderte von Umfragen. Die stelle ich nicht in Frage, sehe nur, dass jeden Tag fünf gemacht werden. Wichtig ist doch ein Punkt zu sehen: Wer hat sich verbessert in der Frage, wie ihn Menschen gesehen haben im Vergleich vor und nach dem Triell. Da ist Armin Laschet, derjenige, der sich deutlich in der Wahrnehmung verbessert hat."

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Kellner (Grüne): "Gute Dritte ist nicht das Ziel"

Apropos Wahrnehmung. Was war eigentlich mit der dritten in der Runde? Annalena Baerbock war gerade beim Thema Klima sehr angriffslustig. Dennoch sehen die Umfragen derzeit die SPD und CDU vor den Grünen. Für Ziemiak ist klar: "Es war sehr stark fokussiert auf die Auseinandersetzung zwischen Armin Laschet und Olaf Scholz und darum geht es jetzt." Michael Kellner, politischer Geschäftsführer der Grünen sieht das anders: "Gute Dritte ist nicht das Ziel, das wir haben. Da ist alles drin. Auch Union und Grüne sind sehr sehr nah beieinander. Also warten wir mal, was die nächsten zwei Wochen noch bringen." (xst)