RTL/ntv-Trendbarometer

Umfrageschock für die Union: Nicht mal mehr 20 Prozent!

08. September 2021 - 10:53 Uhr

Umfrage-Schock für Union

Der Trend deutet sich ja schon seit Wochen an, aber diese Umfrage ist wirklich der absolute Wahlhammer! Die Union, angeführt von Kanzlerkandidat Armin Laschet, fällt laut RTL/ntv-Trendbarometer unter die 20 Prozent-Marke. Sie verliert noch einmal zwei Punkte und kommt auf 19 Prozent. Das Forschungsinstitut Forsa geht davon aus, dass es der niedrigste Wert sei, den je ein Umfrage-Institut seit 1949 für die Union ermittelt hat.

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SPD deutlich vor der Union

Gewinner der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv ist klar die SPD. Sie liegt jetzt bei 25 Prozent, und damit ganze sechs Punkte vor der Union und acht Punkte vor den Grünen. Die Grünen fallen um einen Punkt auf 17 Prozent. Die FDP kann sich um einen Punkt verbessern und landet bei 13 Prozent. Die anderen Parteien bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 22 Prozent.

Doch die Parteiwerte sind nicht der einzige Tiefschlag für die Union. Ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet verliert im Ansehen der Wähler noch einmal krass und fällt unter die 10-Prozent-Marke.

Scholz liegt 21 Punkte vor Laschet

SPD-Kanzlerkandidat Scholz liegt mit 30 Prozent jetzt satte 21 Prozent vor Armin Laschet. Die Gesichter bei der Union dürften also ziemlich lang sein, zumal die Werte für den unterlegenen CSU-Kontrahenten Markus Söder deutlich besser wären. Wäre nämlich Markus Söder Kanzlerkandidat der Union, würden sich 38 Prozent für ihn und nur 21 Prozent für Olaf Scholz und 15 Prozent für Annalena Baerbock entscheiden.

"Für CDU/CSU kommt es immer dicker. Es ist im Moment nicht zu sehen, wie und mit welchem Thema eine große Trendwende noch gelinge könnte", schätzt RTL-Politikchef Nikolaus Blome die Lage ein. Die Warnung vor einer Linksregierung dürfte seiner Meinung nach zwar reichen, die eigenen Stammwähler zu mobilisieren. "Aber ob es auch reicht, noch einmal an der SPD vorbeizuziehen?"

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Nur Dreier-Konstellationen wären regierungsfähig

Wir werden es bei der Wahl am 26. September erfahren. Der Wahltag wird auf jeden Fall richtig spannend. Und auch die Frage: Wer könnte denn am Ende eigentlich mit wem regieren? Eine regierungsfähige Mehrheit (399 Sitze) hätten derzeit nur Dreier-Koalitionen:

  • eine Koalition aus Union, Grünen und FDP (430 Mandate),
  • eine Koalition aus Union, SPD und FDP (500 Mandate),
  • eine Koalition aus SPD, Grünen und FDP (479 Mandate)
  • eine Koalition aus SPD, Grünen und Linke (418 Mandate).

Keine Mehrheit hätte weiterhin ein Bündnis aus SPD und CDU/CSU (387 Mandate). Auch eine rot-grüne Regierung (366 Mandate) oder ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP (282 Mandate) käme auf keine Mehrheit. (forsa/eku)

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