Trotz Lockdown

Österreichs Krankenhäuser überfüllt - schon Triagen nötig!

"Die Intensivstationen waren in der Pandemie noch nie so voll wie heute", sagt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. (Archivbild)
"Die Intensivstationen waren in der Pandemie noch nie so voll wie heute", sagt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. (Archivbild)
© dpa, Fabian Strauch, fst lop vco

01. Dezember 2021 - 10:35 Uhr

Lage in den Krankenhäusern dramatisch

In den Krankenhäusern in Österreich kommt es der Regierung zufolge angesichts der hohen Zahl an Corona-Patienten bereits zu Triagen. Der seit über einer Woche geltende Lockdown würde zwar mittlerweile Wirkung zeigen, die Infektionszahlen wären aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und die Lage in den Krankenhäusern sei dramatisch, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Dienstagabend im Hauptausschuss des Parlaments.

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"Die Intensivstationen waren in der Pandemie noch nie so voll wie heute"

Triagen würden bereits nicht nur bei leichten Operationen, sondern auch bei jenen für Krebspatienten stattfinden, sagte der Minister. In manchen Fällen müsse darüber entschieden werden, welcher Patient mehr Überlebenschancen habe.

"Die Intensivstationen waren in der Pandemie noch nie so voll wie heute", sagte Mückstein. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag befinden sich derzeit 3.458 Personen aufgrund des Coronavirus im Krankenhaus in Behandlung, davon werden 642 auf Intensivstationen betreut. Laut Mückstein wird sich die Kapazitätslage in den nächsten ein, zwei Wochen weiter zuspitzen - vor allem im Hinblick auf personelle Ressourcen.

Österreich befindet sich seit über einer Woche in einem landesweiten Lockdown. Die Verordnungsnovelle wurde nun wie erwartet bis 11. Dezember verlängert. Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt auf rund 8.000 gesunken von rund 16.000 Mitte November. 12.492 Menschen sind in Österreich im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. (reuters/akr)

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