Video löst viel Kritik aus

Obdachlose mit Wasserschlauch vor Nobel-Galerie abgespritzt - Händler festgenommen!

Herzlos-Händler nach Vorfall festgenommen Obdachlose mit Wasser bespritzt
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Obdachlose mit Wasser bespritzt
Herzlos-Händler nach Vorfall festgenommen

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Ein Galerie-Besitzer aus San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien versuchte, eine Obdachlose wenige Meter vor seinem Laden mit einem Wasserschlauch zu verscheuchen. Jemand hielt die menschenverachtende Szenen fest, das Video sorgte für viel Kritik im Netz. Jetzt ist der 71-jährige Mann festgenommen worden. Im Video entschuldigt sich der Angeklagte erstmals nach dem Vorfall.

Bei Collier Gwin (71) klickten am Mittwoch die Handschellen

Collier Gwin (71) hatte die obdachlose Frau auf dem Bürgersteig vor seiner Galerie absichtlich mit einem Wasserschlauch bespritzt, während er sich an einem Zaun anlehnte. Sein Ziel war es, die Frau von dort zu vertreiben. Die Obdachlose versuchte, das Wasser mit ihren Händen zu blockieren – ohne Erfolg. Im Video ist nicht zu verstehen, was sie in dem Moment sagt. Der Vorfall, der sich am 9. Januar ereignete, sorgte im Netz für viel Entsetzen. Die aufgenommenen Szenen führten schließlich zu einer polizeilichen Untersuchung.

Bei dem Händler klickten am Mittwoch offenbar die Handschellen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. „Die Körperverletzung eines Obdachlosen unserer Gemeinschaft ist völlig inakzeptabel. Herr Gwin muss mit Konsequenzen für seine Handlungen rechnen“, sagte Staatsanwältin Brooke Jenkins in einem Statement.

Obdachlose habe Mülltonnen umgeworfen und rumgespuckt

In einem Interview mit der Zeitung „San Francisco Chronicle“ vergangene Woche gab der Händler zu, die Frau mit Wasser bespritzt zu haben. Sie habe vor seiner Galerie Mülltonnen umgeworfen. Deshalb wollte er sie dort loswerden, damit er die Straße wieder sauber machen konnte. Die Frau soll daraufhin aggressiv geworden sein und habe angefangen, zu spucken. „An diesem Punkt war sie so außer Kontrolle. Ich spritze sie mit dem Schlauch ab und sagte: ‘Beweg dich, beweg dich, ich werde dir helfen’“, erzählte er. Gwin habe die Obdachlose zuvor mehrmals im Eingangsbereich seiner Galerie schlafen lassen. Er kontaktierte wohl öfter die Polizei und Sozialdienste, um der Frau Hilfe zu holen – vergeblich, wie die Zeitung weiter berichtete.

„Ich möchte mich zutiefst entschuldigen und verabscheue die Szenen im Video“, sagte der Beschuldigte in einem Statement. Collier Gwin drohen bei einer Verurteilung laut Staatsanwälten sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 2.000 US-Dollar. (gsc)