Entscheidung fällt am Sonntag

Novak Djokovic akzeptiert Annullierung des Visums nicht, muss aber HEUTE nicht in Haft

14. Januar 2022 - 17:56 Uhr

Einspruch wird wieder eingelegt

Dieser Tennis-Thriller findet einfach keine Ende: Der serbische Superstar Novak Djokovic wird wie erwartet Einspruch gegen das von den australischen Behörden erneut entzogene Visum einlegen, um eine Ausweisung zu verhindern. Das bestätigte dessen Anwalt Nick Wood in einer kurzfristig angesetzten Online-Anhörung in Melbourne. Eine Entscheidung in der Causa soll am Sonntag in höchster Instanz vor dem Federal Court of Australia, einem Bundesgericht, fallen.

„Jede Minute ist kostbar“

Am Samstagmorgen (8 Uhr Ortszeit/Freitag, 22 Uhr MEZ) soll Djokovic zu einer Befragung vor den Einwanderungsbehörden erscheinen. Bis dahin will die Regierung von einer erneuten Festsetzung des Serben absehen. Anschließend stehe er wieder unter Kontrolle der Behörden.

Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hatte am Freitag um kurz vor 18 Uhr Ortszeit bekannt gegeben, dass er Djokovics Visum erneut annulliert habe. Anwalt Wood sagte, diese Entscheidung sei "irrational" und unverhältnismäßig. Gleichzeitig kritisierte er, dass Hawke mit seiner Entscheidung so lange gewartet und Djokovic in eine schwierige Situation gebracht habe.

Sollte die Entscheidung Bestand haben, müsste Djokovic das Land verlassen und könnte seinen Titel bei den am Montag beginnenden Australian Open nicht verteidigen. Zudem droht dem Weltranglistenersten auch ein dreijähriges Einreiseverbot nach Australien.

"Wir sind sehr besorgt über die Zeit", sagte Wood während einer Anhörung vor Richter Anthony Kelly angesichts des baldigen Turnierbeginns, Djokovic müsste seine Erstrundenbegegnung gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic am Montag oder Dienstag bestreiten. Im Zuge dessen bemängelte der Anwalt auch das lange Zögern des Einwanderungsministers.

Das sagt unsere Reporterin in Melbourne

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"Wir sind sehr besorgt über die Zeit", sagte Wood während einer Anhörung vor Richter Anthony Kelly angesichts des baldigen Turnierbeginns, Djokovic müsste seine Erstrundenbegegnung gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic am Montag oder Dienstag bestreiten. Im Zuge dessen bemängelte der Anwalt auch das lange Zögern des Einwanderungsministers.

Am Montag hatte der ungeimpfte Djokovic nach einem Teilerfolg vor Gericht sein Visum zurückbekommen und konnte die Unterbringung für Ausreisepflichtige verlassen, in der er sich nach Ankunft am 5. Januar wegen Nichterfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen zunächst aufhalten musste.

Am Mittwoch hatte Djokovic eingeräumt, dass er im Dezember in Serbien an einem Interview trotz des Wissens um einen positiven Coronatest teilgenommen habe. Auch eine "unabsichtliche" Falschangabe auf dem Einreisebogen musste er eingestehen. (tno/dpa/sid)