Gegen Pipi-Gestank

Sevilla: Hundebesitzer sollen jetzt auch Urin wegputzen

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2. September 2019 - 13:50 Uhr

Kotbeutel sind nicht mehr genug

Flasche zücken, sobald Bello das Bein hebt? Im spanischen Sevilla soll das bald zur Pflicht werden. Denn dort haben die Einwohner buchstäblich die Nase voll vom allgegenwärtigen Pipi-Geruch. Die Stadtverwaltung fordert deshalb jetzt, dass Hundebesitzer nicht nur den Kot ihrer Lieblinge von der Straße entfernen, sondern auch deren Urin sofort mit Desinfektionsmittel behandeln.

Bußgelder bis zu 750 Euro

Viele Nachbarschaftsvereinigungen beschweren sich schon lange über die Verschmutzung durch Hundehaufen und Urinlachen, bei der die Stadtreinigung schlichtweg nicht hinterherkommt. Sevilla folgt mit der neuen Regelung der Stadt Almería: Dort ist es bereits seit zwei Monaten Pflicht, den Urin der Hunde mit Wasser und Essig direkt zu entfernen. Wer darauf keine Lust hat, dem drohen bis zu 750 Euro Strafe. Die dortige Stadtverwaltung habe aber nicht zum Ziel, Hundehalter zu bestrafen, sondern wolle "ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir alle Teil unserer Stadt sind und dafür Verantwortung tragen, sie zu pflegen", wie die Zeitung La Vanguardia berichtet.

A Coruña prüft DNA-Test bei nicht entfernten Hundehaufen

A Coruña, eine Hafenstadt im Nordwesten Spaniens, will möglicherweise noch weiter gehen: Dort wird gerade geprüft, ob die Verschmutzung durch Hunde durch DNA-Tests gelöst werden kann. Der Vorschlag: den Hinterlassenschaften Proben entnehmen, die dann mit einer Datenbank aller registrierten Hunde abgeglichen werden, um den Übeltäter zu entlarven. Die Kosten hierfür müsste dann der Besitzer, der sich vorm Putzen gedrückt hat, tragen.

Im Video: Ihgitt ihgitt! Saugroboter scheitert an Hundehaufen

Auch in Deutschland werden teilweise extreme Strafen fällig, wenn Hundehaufen einfach liegengelassen werden - in welcher Stadt dafür bis zu 500 Euro geblecht werden müssen, erfahren Sie hier.