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Neue Studie zu Omikron zeigt: Impfung oder Infektion? Hier werden mehr Antikörper gebildet

Studien zeigen

Infektion oder Impfung? Das bildet mehr Antikörper!

Symbolbild: Eine Frau bekommt eine Impfung.
Symbolbild: Studien zeigen, ob eine Infektion mit Corona so effektiv ist, wie eine Impfung.
www.imago-images.de, imago images/Action Pictures, via www.imago-images.de

Omikron dominiert die Infektionslage in unserem Land. Das Robert-Koch-Institut vermeldet derzeit alleine 3,3 Millionen aktive Coronafälle in Deutschland. Trotz so eines hohen Wertes sind die Krankenhäuser nicht überlastet, die Hospitalisierungsrate also nicht kritisch, so Focus. Das sah bei der vorherigen Delta-Welle ganz anders aus! Dennoch ist auch mit einer Omikron-Infektion nicht zu spaßen. Aber was bedeutet eine mögliche Ansteckung mit der Omikron-Variante für meine Immunität?

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Omikron: 70 mal schneller, 90 Prozent weniger gefährlich

Omikron, die zur Zeit dominiernde Variante, ist bekannt für eine schnelle Ausbreitung mit gleichzeitig „milderen“ Verläufen. Das bestätigt auch eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Hongkong (HKU Med). Demnach verbreite sich Omikron 70 Mal schneller als andere Varianten, richte dabei aber nur ein Zehntel der Schäden in der Lunge vom Infizierten an.

Schwere des Verlaufs bestimmt Antikörper-Bildung

Die Studie aus Hongkong bestätigt außerdem, was bisher vermutet wurde: Ein milder Verlauf bedeutet weniger Antikörper-Bildung. Antikörper bilden sich durch Impfung und Ansteckung und schützen den Körper bei einer erneuten Ansteckung mit dem Virus, in dem sie schneller darauf reagieren können und uns somit schützen. Die HKU Med untersucht, ob die Antikörper-Bildung einer Ansteckung die Impfung ersetzen können. Die Antwort ist klar: nein!

Lese-Tipp: Das sagt Dr. Zinn – Ist man nach einer Omikron-Infektion immun gegen Omikron?

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Infektion oder Impfung: Was bietet welchen Schutz?

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Prof. Dr. Carsten Watzl , fasst die Ergebnisse bündig auf Twitter zusammen: „Auch die Infektion schafft Immunität. Aber Schutz gegen Omikron ist deutlich reduziert! Nach Impfung von Genesenen ist auch Schutz gegen Omikron messbar. Infektion kann eine Impfdosis ersetzen, zum vollständigen Schutz aber weitere Impfung notwendig!“ Auch eine Studie aus Österreich unterstreicht dieses Ergebnis. Demnach haben Infizierte mit der Omikron Variante „deutlich weniger neutralisierende Antikörper gegen Omikron als Geimpfte und Genesene und kaum Schutz gegen andere Varianten“, so Watzl auf Twitter.

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Nur Antikörper gegen die Variante, mit der sich angesteckt wurde

Eine aktuelle Studie aus den USA geht auf die Abhängigkeit zwischen Schwere des Verlaufes und der Antikörper-Bildung ein. Das Ergebnis: Wer einen leichten Verlauf hat, der bildet weniger Antikörper. Wer einen schweren Verlauf hat, bilde im Gegenzug mehr Antikörper. Außerdem zeigt die Studie auf, dass der Infizierte auch nur Antikörper gegen die Variante bilde, mit der er sich infiziert hat. Das bedeutet, dass man durch die Antikörper einer durchstandenen Omikron-Infektion nicht gegen andere Covid-Varianten geschützt ist . Wichtig – denn Experten vermuten, dass vorherige Varianten, wie beispielsweise Delta, Omikron ablösen könnten.

Infektion ist KEIN Ersatz für die Impfung!

Eine der wohl wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie: eine Booster Impfung sei aus Antikörper-Bildungs-Sicht drei Mal so wirksam wie eine Infektion mit dem Virus. Die wissenschaftlichen Daten der Studien aus Hongkong und den USA zeigen: Eine Infektion mit Omikron ersetzt keineswegs eine vollständige Impfung. Sich als Ungeimpfter absichtlich mit dem Virus zu infizieren ist gefährlich und hat keinen Nutzen! Denn selbst bei einer Ansteckung mit schwachem Verlauf kann der Körper unter Long-Covid-Folgen leiden. (gas)

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